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Doro 05: Abgeholt
Datum: 22.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,
... verschwommen war, dass sie aufgehoben und auf die Pritsche gelegt wurde. Dankbar kuschelte sie sich an die mollige Bettgefährtin und versank in einen Ohnmacht-gleichen Schlaf. * Am nächsten Morgen war ihr Gesäß noch immer so gereizt, dass sie bei jeder Berührung zusammenzuckte. So unangenehm es war, sich hinzusetzen, so angenehm war die Wärme und Feuchtigkeit, die sich bei den sich vermischenden Sensationen in ihrer Mitte sammelten. Süß-scharf, so wie ihr Lieblingsessen. Ab diesem Tag nahm sie abends von sich aus die neu erlernte Pose ein und wartete demütig, was Tanja ihr jeweils zuteilen würde. * Der Gefängnisdirektor rieb sich zufrieden die fleischigen Hände. Es hatte sich wirklich gelohnt, sich bei den Verhandlungen Zeit zu lassen, anstatt das erste gute Gebot anzunehmen. Der Ertrag übertraf seine kühnsten Erwartungen. Allerdings hatte er ein Zugeständnis machen müssen, das mit einem gewissen Risiko verbunden war. Er musste die schnuckelige Gefangene aus der Anstalt herausbringen, was einen richterlichen Beschluss voraussetzte. Dies auf offiziellem Weg zu veranlassen, würde unerwünschte Fragen nach sich ziehen. Eine Genehmigung zu kaufen würde nicht nur seinen finanziellen Gewinn bei dieser Transaktion schrumpfen lassen, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dazu führen, dass der korrupte Richter auch dauerhaft an seinen Aktivitäten beteiligt werden wollte. Das könnte höchst unerfreulich werden. Glücklicherweise gab es einen dritten Weg, der ...
... indessen besondere Vorsicht und mehr Zeit erforderte. Er ging die Akten aller einsitzenden Fälscher durch, bis er den geeigneten Kandidaten gefunden hatte. Der Gauner war ein wahrer Künstler und ausgestattet mit den richtigen Materialien und einer guten Vorlage lieferte er einen Entlassungsschein für die Deutsche, der echter aussah, als das Original. Nun galt es nur noch, die Übergabe der Ware zu organisieren. * Unruhe in der Gefängnisküche holte Tanja auf ihrem Thron aus der Grübelei. Zwei breitschultrige Wachen, die sich hier normalerweise nicht blicken ließen, außer wenn sie etwas für den Anstaltsleiter zu besorgen hatten, tauchten auf und zogen unweigerlich alle Aufmerksamkeit auf sich. Die geschäftige Betriebsamkeit kam schlagartig zum Erliegen, während die meisten Anwesenden den Neuankömmlingen mit großen Augen und offenen Mündern entgegensahen. Nur in einer Ecke, wo drei Küchenhilfen die Köpfe zusammensteckten, entspann sich leises Getuschel. Die zwei Uniformierten sahen sich aufmerksam um, offenbar suchten sie jemanden. Sekunden später schienen sie ihre Zielperson entdeckt zu haben und steuerten schnurstracks auf die schmächtige rotblonde Gefangene zu, die damit beschäftigt gewesen war, einen Arbeitstisch abzuwischen. In scharfem Befehlston bellten sie der Gefangenen knappe Anweisungen entgegen. Diese konnte erwartungsgemäß nicht verstehen, was von ihr verlangt wurde. Verwirrt und schulterzuckend blickte sie zu ihrer Zellengenossin, um Hilfe zu finden. Das ...