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Silberhochzeit 2
Datum: 24.11.2022, Kategorien: Sonstige,
... wirst es wieder und immer wieder so wollen. Ich kann das nicht, mein Engel, ich kann nicht so grob zu dir sein, es würde mich innerlich zerreißen. Versprich mir eines, mein Engel, lass es niemals jemand anderen sein als Enrico, oder meinetwegen auch Alessandro, bei dem du findest was du brauchst. Ich will dass du glücklich bist, nur solltest du dich eines Tages gegen mich entscheiden, dann lass es mich wissen. Hab keine Geheimnisse vor mir, bitte. Ich liebe dich so sehr ... ich würde dich sogar freigeben um deinem Glück nicht im Wege zu stehen. Nur lass mich immer Teil deines Lebens sein." "Niemals, mein Herz, niemals, lieber bin ich nicht ganz zufrieden, als dass ich dich jemals verlassen würde." Enrico kam gerade in dem Moment zu uns als Christian nickte und mich aus seiner Umarmung entließ. Christian blieb ganz ruhig. "Es tut mir leid Chris", sagte Enrico reumütig, "es wird nicht wieder vorkommen, das verspreche ich dir. Die Schuld liegt ganz allein bei mir, du darfst Lena keine Vorwürfe machen. Lass deine Wut an mir aus, wenn du willst." Christian schüttelte den Kopf. "Zieh dein Hemd aus", verlangte er. Enrico sah ihn befremdlich an. "Mach schon du Arsch!", fuhr Christian ihn an und Enrico tat was er verlangte. "Mann ... Mann ... Mann", kommentierte er das, was er zu sehen bekam. Die tiefen Kratzer auf Enricos Rücken, waren mir heute morgen gar nicht aufgefallen, anders als die Knutschflecken an seinem Hals, und die Bisspuren auf seinen ...
... Schultern. "Geh und hole Salbe, Lena und vielleicht was zum abdecken, ich glaube da sind noch Mullkompressen im Badezimmerschrank und Pflaster musst du auch mitbringen." Mit vor Verlegenheit hochrotem Gesicht machte ich mich auf den Weg. Ich ließ mir mehr Zeit als nötig gewesen wäre, um den beiden die Möglichkeit einer kurzen Aussprache zu bieten. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- __________________ Etwa ein Jahr später besuchte Lisa mich eines Abends. Es war ein warmer Sommerabend und ich saß mit einem Glas Wein auf unserer Terasse. Es war Ferienzeit, unsere Kinder waren mit Mama Maria und Papa Fernando für drei Wochen nach Italien gereist. Christian hatte noch irgendwas in seinem Arbeitszimmer zu tun. Wie immer freute ich mich auf eine nette Unterhaltung mit meiner Freundin. Wir plauderten eine Weile unbekümmert, bis Lisa eine Bombe platzen ließ. "Du hast WAS??? Sage mir bitte, dass ich mich verhört habe, sonst bringe ich dich um!!!" Ich spürte Wut in mir aufkochen. Nein, Mordlust wäre der bessere Ausdruck für das, was ich empfand. Dieser tiefe Hass und der Wunsch meine beste Freundin in winzig kleine Stücke zu zerhacken nahm so große Ausmaße an, dass ich mich nur mit Mühe zurückhalten konnte, das eben Beschriebene wirklich in die Tat umzusetzen. "Nein, du hast dich nicht verhört, ich habe mit ihm geschlafen und es war ... ähm ... naja ... Er hat mir mehrmals gesagt, dass er mich liebt", Lisa seufzte. Ich wollte ihr wehtun , irdendwie, egal wie, Hauptsache ...