1. Silberhochzeit 2


    Datum: 24.11.2022, Kategorien: Sonstige,

    ... können, wir selbst am allerwenigsten", gab ich sinnierend zurück. Enrico lachte leise. "Du bist verrückt", meinte er und zog mich ein wenig höher um mich zu küssen.
    
    "Sorry, Baby", sagte er nach einer Weile sanfter Zärtlichkeiten, "aber ich muss duschen, die Arbeit ruft."
    
    Ich blieb liegen, als er aufstand, und schwelgte in der Erinnerung an die letzte Nacht. Ich hatte sowieso nichts, was ich hätte anziehen können um nach Hause zu gehen. Ich träumte vor mich hin, als Enrico mit meiner Kleidung ins Schlafzimmer zurückkam. Fragend sah ich ihn an.
    
    "Das lag vor dem Fahrstuhl, als ich aus dem Bad kam", sagte er mit verständnisloser Mine.
    
    "Das wird Christian gebracht haben", erklärte ich und grinste über seinen verdutzten Gesichtsausdruck.
    
    "Dann hast du das nicht einfach so dahergesagt?" Ich schüttelte den Kopf.
    
    "Ich werde trotzdem später mit ihm reden und mich entschuldigen, denn zumindest dafür", er zeigte auf meinen Körper, "wird er eine Erklärung verlangen. Und ich garantiere dir, wenn er all die Flecken auf dir sieht wird es keinen Vulkanausbruch geben, sondern ein heftiger Tsunami, nie gekannten Ausmaßes, wird über mich hinwegrollen.
    
    Lass dir Zeit, ich bringe dir gleich was zum Frühstück rauf", versprach er, küsste mich noch einmal und ging.
    
    Christian saß auf der Terasse, eine Zeichnung vor sich auf dem Tisch ausgebreitet, war er in seine Arbeit vertieft, als ich nach Hause zurückkam. Das leichte Sommerkleid konnte nicht alle Flecken verbergen und er ...
    ... sah gleich den Abdruck von Enricos Zähnen rechts an meinem Hals, ebenso einen dicken Knutschfleck an der gegenüberliegenden Seite. Die wundgeriebene Haut an meinen Brüsten und weitere Knutschflecken, sowie ein paar blaue Flecken, dessen Herkunft ich mir selbst nicht erklären konnte - wahrscheinlich hatte Enrico etwas zu heftig zugefasst - verbarg das Kleid.
    
    Christian erhob sich ganz langsam von seinem Platz, als ich vor ihm stand.
    
    "Ich bringe ihn um", flüsterte er, drängte mich ins Wohnzimmer, öffnete den Reißverschluss meines Kleides und schob es mir über die Schultern, so dass es herunterfiel.
    
    Er umkreiste mich wortlos, dann schrie er:" Ich bringe ihn um!!! Verdammt nochmal, was hat der Mistkerl mit dir gemacht mein Engel???"
    
    Ich nahm ihn in die Arme und erklärte ihm, dass ich es so gewollt habe, dass ich Enrico selbst dazu angestachelt hatte so grob mit mir umzugehen und dass ich mich vollkommen befreit und glücklich fühlte, nach dieser Nacht in Enricos Armen.
    
    "Du brauchst so eine Behandlung um glücklich zu sein?", er schüttelte verständnislos den Kopf, "Aber du hast mir nie gesagt, dass dir was fehlt!"
    
    "Das wusste ich ja vorher selbst nicht Christian und ich weiß auch nicht warum das so ist!", heulte ich, "Ich glaube ich brauche beides, deine unendlich sanfte Art und das was in der letzten Nacht passierte. Ich liebe dich Christian, bitte, bitte verlasse mich nicht!"
    
    Er hielt mich fest in seinen Armen, zunächst war er sprachlos, doch dann sagte er:"Du ...
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