1. Das Refugium 2 - Complete 000 - 018


    Datum: 27.01.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... verzweifelten Willen zusammen, und löste eine Hand von dem Bergegeschirr, an dem er sich mit Sandy festklammerte.
    
    Er tastete nach seinem Klettergurt und nestelte ein Stück Repschnur lose. Erst legte er es sich um sein festgeklammertes Handgelenk, dann schlang er es durch das Bergegeschirr und wieder zurück zu seinem Handgelenk. Einige Sekunden später hatte er einen Knoten improvisiert und zurrte seinen Arm am Handgelenk an der Bergeschlinge fest. Schmerzhaft schnitt sich die Repschnur in seinen Arm ein, die Haut platzte auf und Blut quoll hervor, aber Walter war entschlossen, lieber eine Hand zu verlieren als loszulassen. Schließlich brachte er auch seinen anderen Arm wieder hoch zur Rettungsschlinge und klammerte sich fest, immerhin konnte er damit den anderen Arm etwas entlasten, damit die Schmerzen nicht unerträglich wurden. Auch er schloss die Augen, und konzentrierte sich ausschließlich von einer auf die nächste Sekunde, in der er auch nicht loslassen würde.
    
    Endlos schienen die vier so am Seil zu hängen, als Walter plötzlich Sandys Gewicht nicht mehr an sich zerren spürte. Entsetzt riss er die Augen auf und sah hinunter, sie hatte doch nicht etwa losgelassen? In der Tat hing Sandy jetzt nicht mehr an seinem Klettergurt, stattdessen hatte Hans sie gepackt, in das Landegestell des Helikopters gezogen, und dort gesichert. Walter hatte es in seiner Konzentration nicht bemerkt, aber endlich hatte Manfred das Bergegeschirr so weit eingeholt, dass es auf derselben Höhe ...
    ... wie die Landekufen des Helikopters war, und Hans hatte Sandy von Walters Klettergurt gepflückt. Sobald er sie sicher festgemacht sah, zeigte er Sandy mit einem Daumen nach oben, dass er weiter oben gebraucht wurde, und Sandy nickte zustimmend.
    
    Hans schwang sich mit einem geübten Klimmzug nach oben in den Einstieg des Helis, als ihn die Druckwelle des nächsten Donnerschlags erfasste und in den Helikopter katapultierte. Hart schlug er mit dem Kopf gegen einen Metallspanten, und vor seinen Augen tanzten Sterne, während er aus einer gewaltigen Platzwunde zu bluten begann. Hans verkniff sich den Schmerz, wischte sich mit einer gleichgültigen Handbewegung das Blut aus den Augen, und hechtete zurück zum Eingang. Er fasste das Bergegeschirr und zog es ins Innere des Helikopters. Lisa schwebte auf ihrer Bahre herein, und Walter sackte entkräftet, die Beine nach draußen baumelnd, im Einstieg zusammen.
    
    Hans befreite Lisas Bahre in Windeseile aus dem Bergehaken, und zerrte sie ohne Rücksicht auf Lisas gedämpfte Schmerzensschreie in den rückwärtigen Teil der Ladefläche, wo er sie mit geübten Griffen an einigen Zurrösen festmachte. Kurz traf sein Blick sich mit dem von Manfred, der sich von Zeit zu Zeit herumdrehte, um die Vorgänge im Heck des Helikopters zu beobachten. Als er Hans sichere Bewegungen sah, zeigte er kurz mit dem Daumen nach oben, Hans antwortete auf dieselbe Weise, und Manfred drehte sich wieder nach vorne, um sich auf das Fliegen zu konzentrieren. Er hatte alle Hände ...
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