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Das Refugium 2 - Complete 000 - 018
Datum: 27.01.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... wenige Meter weit. Wasser brach sich seine Bahn on ihre behelfsmäßigen Stollen, schnell brachen die unterspülten Abstützungen zusammen, und nachrutschendes Gestein begrub nicht selten die Arbeiter unter sich. Schließlich gaben sich die Marauder damit zufrieden, so wie früher den schmalen Pfad, der außen am Berghang entlangführte, so weit zu reparieren, dass er wieder für Fußgänger und Lasttiere passierbar war. Nie wieder schafften sie es, schwerere Fahrzeuge durch die Berge bis zu ihrem Camp zu bringen. Dimitri wartete noch, bis er auf dem Bildschirm sah, dass der Arzt Nikolais Leichnam auf einer Bahre wegtragen ließ. Danach kümmerte sich dieser noch um die völlig aufgelöste Irina. Sie hatte sich züchtig in ihren Morgenmantel eingewickelt und ihn bis zum Kragen hochgeschlossen, dennoch zog sie die Blicke der Sanitäter magisch auf sich, bis der Arzt sie mit einer unwirschen Geste zur Beeilung aufforderte und die schwere Tür des Kommandofahrzeugs hinter ihnen zufallen ließ. Dimitri sprang sofort auf, und lief zum Kommandofahrzeug hinüber. Ohne anzuklopfen, stürzte er hinein, und er war nicht überrascht zu sehen, dass der Arzt Irina in eine Ecke gedrängt hatte, und Anstalten machte, ihr den Morgenmantel, den sie krampfhaft vorne zusammenhielt, vom Leib zu reißen. "Genosse! Sie vergessen sich!" Dimitri packte den Arzt an der Schulter, und bugsierte ihn mit einem kräftigen Fußtritt ins Freie. Der Arzt stolperte über die Schwelle und verlor das Gleichgewicht, fiel ...
... von der niedrigen Leiter und klatschte der Länge nach ins spärliche Gras. Fluchend rappelte er sich auf, und trollte sich dann hinüber in sein Zelt, wo Nikolais Leiche auf seine Obduktion wartete. Der Arzt kannte Nikolais Herzprobleme, er hatte die fetten Speisen und die leeren Wodkaflaschen gesehen, dazu Irinas zerwühltes Aussehen, er war sich jetzt schon sicher, dass er alle Anzeichen eines Herzinfarktes finden würde. Ausgelöst durch sexuelle Überanstrengung und die Aufregung, welche der Bergsturz und der Großalarm verursacht hatten. Für einen Wüstling wie Nikolai war das ein angemessener Tod, fand er. Er unterschrieb einen Totenschein, und ließ Nikolai später, nachdem Irina keinen Anspruch auf seine Leiche erhoben hatte, abseits des Lagers beerdigen. Im Kommandocontainer standen sich Dimitri und Irina gegenüber, letztere hielt ein Glas Wodka in ihrer zitternden Hand. Nun, da die Anspannung von ihr abfiel, brauchte sie einen Schluck zur Beruhigung. "Wann musst du berichten?", fragte sie Dimitri. "In etwa drei Stunden, bei Sonnenaufgang. Bis dahin muss ich noch einen Bericht über den Zustand des Tunnels anfertigen. Ich fahre dann mal hinüber, um den Schaden zu begutachten. Er wird katastrophal und unreparierbar sein." "Dann ist es gut, und bis dahin ist doch noch etwas Zeit, hier ist eine tieftraurige Hinterbliebene, die getröstet werden möchte." Einladend drückte Irina ihren Rücken durch, und ihre Brüste ließen den Ausschnitt des Morgenmantels über dem Gürtel ...