1. Das Refugium 2 - Complete 000 - 018


    Datum: 27.01.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Es war ein Deal zwischen uns."
    
    "Anfangs ja, aber dann wurde es mehr. Ich glaube, unter anderen Umständen wären wir mehr als nur Freunde geworden."
    
    "Hätte, hätte, Fahrradkette." Manfred wandte sich ab, und beschäftigte sich scheinbar wieder mit seiner Arbeit. In Wirklichkeit arbeitete Mariannes Bemerkung in ihm.
    
    "Du hast Recht," lenkte er schließlich ein, und beschloss, seine coole Maske abzulegen. "Ich hatte begonnen, echte Gefühle für dich zu empfinden. Aber Liebe ist für Männer wie mich nicht vorgesehen, und es hat ja auch nicht lang gedauert, bis das dicke Ende gefolgt ist. Ich hätte es von vornherein besser wissen können."
    
    Einen Augenblick lang zog ein Schatten tiefer Trauer über sein Gesicht, offenbar war eine schmerzhafte Erinnerung aus seinem inneren Gefängnis entkommen und quälte ihn.
    
    "Ich war nicht die Erste, richtig?" Marianne fühlte seinen Schmerz.
    
    "Nein, da gab es vor dir schon einmal eine Frau, aber das ist lange her."
    
    "Haben die Marauder sie auf dem Gewissen?"
    
    "Nein, es war früher. Es war ein Attentat auf mich angeordnet worden. Ein Schuss aus dem Hinterhalt, als wir in einem Restaurant in Rom zu Abend aßen. Ich hatte ihr an dem Abend meinen Heiratsantrag gemacht. Sie fiel mir um den Hals, die Kugel hat mich verfehlt, und sie getroffen. Sie war sofort tot."
    
    "Das tut mir leid. Hat man herausgefunden, wer es war?"
    
    "Ich habe es herausgefunden. Und ich dachte, sobald ich den Schützen und seine Auftraggeber getötet hätte, fände ich ...
    ... Frieden. Aber ich hatte mich geirrt. Ich hatte ihr nie gesagt, was mein Job war, und dass er sie möglicherweise in Gefahr bringen könnte. Sie dacht, ich arbeite nur als Techniker für eine Rüstungsfirma. Es hat nie aufgehört, mich zu verfolgen, dass sie meinetwegen gestorben ist. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, den Schmerz wegzudrücken. Du hast ihn gerade wieder freigesetzt, herzlichen Dank auch."
    
    "Es tut mir einfach nur leid." Marianne sprang von ihrem Transporter, und nahm Manfred, der sich nicht wehrte, in den Arm. Einen Augenblick hatte er das Bild vor Augen, wie er in ihren Armen heulte wie ein Schlosshund, und ahnte, dass er sich danach vielleicht besser fühlen würde, aber dann gab er dem Impuls doch nicht nach. Er verschloss sich innerlich wieder, und fühlte sich ebenfalls erleichtert.
    
    Manfred erwiderte Mariannes Umarmung, und sie schmiegte sich an ihn wie ein Kätzchen. Der alte Manfred kam wieder zurück. Er spürte ihren biegsamen Körper an seinem, roch den Duft ihrer Haut, und wurde sofort hart in der Hose. Er konnte nicht anders, er legte seine Hände besitzergreifend auf Mariannes Taille, und seine Daumen streichelten über ihren Bauch. Man konnte bereits eine leichte Wölbung spüren.
    
    "Weißt du schon, was es wird?" Manfred verfluchte sich im selben Augenblick, warum war ihm nichts Intelligenteres eingefallen.
    
    "Ein menschliches Kind, hoffe ich doch, mit zwei Ohren, eins an jeder Seite." antwortete sie schnippisch, "Und da es nicht vor dir ist, stehen die ...
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