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Die Besten Jahre - 28
Datum: 22.03.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
Die Besten Jahre -- 28 -- Komplimente Wieder der normale Wecker eines normalen Arbeitstages. Er sandte ein Selfie an Melanie, zusammen mit ein paar Herzchen. Es dauerte ein paar Minuten, bis eine Antwort ankam, ein verschlafenes aber glückliches Lächeln aus Köln. „Auf geht's! Wir müssen die Welt retten!", feuerte Melanie ihn an. „Zu Befehl!", schickte Markus zurück, als er bereits in der Küche stand und dem Kaffee beim blubbern zuhörte. Nach kurzem Nachdenken grinste er und schickte noch ein Selfie hinterher. „Luxusbody!", sie hatte ja recht, das Selfie zeigte seinen Körper in Urform und offensichtlich gefiel es Melanie, was sie gesehen hatte. Sie schickte ein Bild, auf dem sie ihre Kaffeetasse hielt und auch sie stand wie Gott sie geschaffen hatte in der Küche. „Sieht Dich niemand von der anderen Straßenseite?", deutlich war die Häuserzeile gegenüber erkennbar, also war sie vermutlich auch zu erkennen. „Und wenn?" war die einzige lapidare Antwort, garniert durch den Schulter-zuckenden Emoji. Melanie rief mit Video an, mit der Kaffeetasse in der Hand nahm er ab und lehnte das Telefon gegen die Obstschale, so dass er auf dem Videobild zu sehen war. Er sah Melanie, in der Küche stehend, ebenfalls mit ihrer Kaffeetasse. Sie unterhielten sich über den bevorstehenden Arbeitstag, ob sie sich abends wieder hören würden und stellten Vermutungen an, wie die Schlagzeilen sich weiter entwickeln würden. Er hatte daran gar nicht mehr gedacht! Was wohl so ...
... weiter die Aufmerksamkeit der politischen Nachrichten-Bubble diese Woche oben halten würde? Sie diskutierten ein wenig darüber, bis Melanie ihre leere Tasse zeigte. „Ich dusche dann mal, bis heute Abend!", sie warf ihm noch einen Kussmund zu, ließ ihre Möpse kurz in die Kamera wackeln und legte auf, ihn ein wenig kopfschüttelnd zurücklassend. Auf den üblichen Nachrichtentickern war überall die Überwachung die Top-Schlagzeile, je nach Ausrichtung des Mediums mit unterschiedlichen Untertönen. Sein Blick fiel auf die Küchenuhr und er erinnerte sich, dass er ja auch arbeiten fahren sollte und so stand er wenige Minuten später unter der Dusche. Auf dem Weg zur U-Bahn waren sie unübersehbar, die Schlagzeilen der Boulevard-Zeitungen. „Klima-Chaoten überwacht: Genug?" „Innenminister verteidigt Geheimdienst-Überwachung der Fridays For Future" „Kellerbrand in der Vorstadt", ok, hier hatte eine Redaktion wohl ein anderes Thema auf die Titelseite geschrieben. Er hatte seine Kopfhörer in den Ohren und hörte einen Nachrichten-Radiosender, auf dem gerade der Ministerpräsident eines Bundeslandes interviewt wurde, und der betonte, ihm seien weder Verstöße der Klima-Demonstranten bekannt und die Überwachung hätte auch nicht in seinem Bundesland angefangen. Ein Kommentator fasste die Geschehnisse des letzten Abends zusammen und endete mit der Vermutung, es würden noch mehr Informationen ans Licht kommen und es wäre nicht absehbar, was man am Ende der Woche wissen ...