1. Die Besten Jahre - 28


    Datum: 22.03.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... würde.
    
    Markus nickte in Gedanken, als er sich auf einen Sitzplatz fallen ließ.
    
    Der Fahrgast ihm gegenüber hatte die Zeitung mit der Klima-Chaoten-Schlagzeile aufgeschlagen und Markus konnte die ersten paar Absätze des Artikels lesen. Entsprechend der Ausrichtung der Zeitung waren die Geschehnisse natürlich so zusammengefasst, dass der geneigte Leser die Meinung bilden würde, durch Beobachtungen und Verhaftungen wären Klima-Demonstrationen bald ein Ding der Vergangenheit.
    
    Die Bahn hielt am Hauptbahnhof, wo Unmengen von Fahrgästen aus- und andere einstiegen und Markus sah vom Display seines Smartphones auf.
    
    Sein Blick blieb im Gesicht einer anderen Passagierin hängen, direkt in seiner Blickrichtung. Fasziniert nahm er die Proportionen ihrer Augenpartie, Nase und Wangen zur Kenntnis. Darüber trug sie eine Brille, deren rundes Gestell die Struktur des weiblichen Gesichts betonte.
    
    Sie schien alleine unterwegs zu sein, war zierlich und schlank. Er vertiefte sich wieder ein paar Stationen lang in den Bildschirm seines Smartphones.
    
    Die automatische Ansage kündigte seinen Zielbahnhof an, von dem er noch ein paar Minuten zu seinem Arbeitsplatz hatte und er stand auf, kam direkt neben der Besitzerin des Gesichts zu stehen, während die U-Bahn durch den dunklen Tunnel sauste.
    
    „Entschuldigen Sie, ich wollte ihnen nur sagen, wie sehr ich finde, dass Ihnen Ihre Brille steht.", die angesprochene Frau sah ihn überrascht an, normalerweise wurde man nicht von wildfremden ...
    ... Mitmenschen in der Bahn angesprochen, noch viel weniger mit einem Kompliment.
    
    „Ich muss hier aussteigen und hoffe, Sie haben einen schönen Tag", er drückte den Türöffner, lächelte die Adressatin seines Monologes an, die mit der Situation völlig überfordert schien, ja fast ein wenig panisch aussah.
    
    „Ich wollte Ihnen nur das sagen", er nickte dem jetzt kreidebleichen Gesicht zu, während er auf den Bahnsteig trat und die Rolltreppe nach oben nahm, während er das Schließen der Türen und schließlich die Abfahrt des Zuges hörte.
    
    Er war gerade auf die Straße getreten.
    
    „Sag mal, bist Du bescheuert?", er drehte sich um und sah nach unten in das Gesicht, das ihm in der U-Bahn aufgefallen war und von dem er nicht gedacht hatte, es wieder zu sehen.
    
    „Warum sollte ich bescheuert sein?"
    
    „Mich einfach anzubaggern!", er blieb stehen und sah sie an.
    
    „Jetzt höre mir mal kurz zu. Du bist mir wegen Deines Gesichts aufgefallen und ich habe Dir ein Kompliment gemacht, in der Hoffnung, dass es Dir den Tag ein wenig versüßt. In keinster Weise bin ich davon ausgegangen, mich mit Dir weiter zu unterhalten. Was davon ist anbaggern?", er sah ihr in die Augen, die wohl nicht mit der Ansage gerechnet hatten.
    
    „Aber... warum?"
    
    „Was ich schon gesagt habe, Dein Gesicht ist faszinierend, Deine Brille passt wunderbar dazu und ich wollte Dir das sagen"
    
    „Du... äh... wolltest mich also nicht anbaggern?"
    
    „Passiert Dir das manchmal?"
    
    „Mein ganzes Leben noch nicht in der U-Bahn", sie ...
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