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Wenn nur der Schein zählt
Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... immer sehr sachlich und korrekt und oft ein bisschen bieder gekleidet. Aber was ich von ihr zu sehen und zu hören bekam, hat mich doch sehr nachdenklich gemacht, ob ich in dieser Firma noch gut aufgehoben bin. Martha war äußerst sexy, fast nuttig gekleidet. Sie sagte mir, dass Böttcher das so wolle, und sie forderte mich in seinem Namen auf, mich zukünftig - wie sie es ausdrückte - ‚netter' zu kleiden. Sie sagte mir noch, dass ich sein Typ wäre, ich aber keine Angst davor haben müsse, dass er mehr von mir wolle, als dass ich nur ‚nett' aussähe." Maria hielt für etliche Sekunden inne und schloss dann die Frage an: „Was hältst du davon? Was soll ich machen?" „Lass mich kurz überlegen", sagte Karl. Dann, nach einiger Zeit, fuhr er fort: „Was würdest du machen, wenn meine Mitarbeiterin dir in deiner Funktion als HR-Leiterin berichten würde, dass ich sie sexuell belästige? Du würdest mich, wenn sich der Vorhalt bestätigt, fristlos kündigen. Stimmt's?" „Ja, du hast Recht. Ich würde dich rausschmeißen, erst recht, wenn du mein Mann wärst. Du meinst also, ich sollte Böttcher wegen sexueller Belästigung anzeigen?" „Kannst du es denn beweisen?", wollte er von ihr wissen. „Nein, kann ich nicht. Ich bin überzeugt, dass meine einzige Zeugin, seine Sekretärin, nicht gegen ihn aussagen wird. Also, was soll ich machen?" „Erscheine geschäftlich korrekt gekleidet zu deinem Meeting. Trage dabei nichts Aufreizenderes als das, was du bislang getragen hast. Und glaube mir, auch ...
... darin bist du ein echter Hingucker, aber immer im Rahmen des Vertretbaren und niemals nuttig", meinte Karl und ergänzte: „Du bist doch nicht auf den Job angewiesen. Wenn er dir wirklich dumm kommt, dann zeige ihn beim Aufsichtsrat an und kündige notfalls." „Du hast Recht, mein Schatz. Ich bin froh, dass ich dich habe. So, nun genug von der Arbeit gequatscht. Hast du noch Lust auf eine zweite Runde, bevor wir zu Abend essen?" Am nächsten Tag Da Karl an diesem Tag eine zweitägige Dienstreise zu einem Kunden nach Frankfurt antrat, fuhren Maria und er nicht zusammen zu ihrer Arbeitsstätte, wie sie es sonst taten. Er wollte schon vor der morgendlichen Rush Hour Hamburg verlassen haben und fuhr deshalb bereits um fünf Uhr los, nachdem er sich mit einem zärtlichen Kuss von seiner Partnerin verabschiedet hatte. Maria stand gegen sieben Uhr auf. Sie hatte fast die ganze Nacht kein Auge zugetan, sondern immer und immer wieder überlegt, wie sie das Meeting mit Böttcher angehen wollte. Einerseits verabscheute sie sein Machogehabe, andererseits faszinierte sie, wie selbstbewusst und arrogant er agierte. Ihr gefielen Menschen mit Selbstbewusstsein. Wenn die Person dann auch noch Kompetenz hatte, waren für sie zwei ihrer drei Einstellungskriterien erfüllt. Die dritte Einstellungsvoraussetzung war für sie „Loyalität". Ob Böttcher sich loyal zu seinen Mitarbeitern verhalten würde, konnte sie bislang nicht beurteilen. Aber sie sollte ihn ja auch nicht einstellen. Letztendlich ...