1. Wenn nur der Schein zählt


    Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Essen und zog nach Hamburg um.
    
    Mit ihrem Umzug hatte sie beschlossen, ihr Leben zukünftig lockerer anzugehen. Da sie nun finanziell gut gestellt war, hätte sie eigentlich nicht mehr arbeiten müssen. Aber ihr Job hatte bislang ihr Leben bestimmt, und ganz darauf verzichten wollte sie auch nicht. Sie schlug Angebote einiger namhafter großer Firmen aus, um letztendlich bei der Astuna-IT das Personalmanagement zu übernehmen.
    
    Einige Wochen, nachdem Maria ihren neuen Job angetreten und ihre Abteilungsleiterkollegen kennengelernt hatte, glaubte sie, sich in Karl Weber verliebt zu haben. Karl war Leiter einer Spezialabteilung des Unternehmens, die ins Spiel kam, wenn ein Kunde seine IT-Landschaft gegen Infiltration von innen und außen schützen wollte oder die Infrastruktur des Unternehmens und deren Zugänge und Gebäude gegen Einbruch oder Auskundschaften abgesichert werden sollten.
    
    Karl leitete ein Team von acht hochspezialisierten Mitarbeitern, und erwirtschaftete schon seit Jahren jährlich fast ein Drittel des Deckungsbeitrags des Unternehmens. Er war seit über 15 Jahren in den Diensten der Astuna-IT. Karl führte sein Personal nicht per Befehl und Gehorsam, sondern durch Überzeugung und durch Vertrauen. Er delegierte Aufgaben, behielt aber die Verantwortung für die Aufgabenerfüllung. Verantwortung ist nicht delegierbar, war eines seiner Mottos. Er stellte sich schützend vor seine Mitarbeiter, wenn es mal nicht ganz rund lief, lobte und stellte aber ihre Verdienste ...
    ... transparent heraus, wenn sie Leistung zeigten. Kurzum, er war nicht nur in seiner Abteilung, sondern in der ganzen Firma beliebt, und der Vorstand erkannte seine Leistungen an und förderte ihn entsprechend.
    
    Maria versuchte, eine rein freundschaftliche Beziehung zu Karl aufzubauen, was ihr auch gelang. Sie fand ihn von Anfang an sympathisch und liebte seine offene und direkte Art. Daneben gefielen ihr auch sein sportliches Aussehen und, dass er genauso alt wie sie selbst war.
    
    Sie wollte sich allerdings noch nicht neu binden. Die seelischen Wunden, hervorgerufen durch den Betrug ihres Ex-Mannes und durch die Scheidung, waren noch frisch, und sie war noch nicht bereit, einen neuen Mann in ihr Leben zu lassen, um gemeinsam an der Heilung dieser Wunden zu arbeiten.
    
    Karl war seit Jahren alleinstehend. Da er mit der Firma „verheiratet" war, hatte er wenig Zeit und auch nur wenige Gelegenheiten, Frauen kennenzulernen. Da Maria nicht nur attraktiv, sondern auch ziemlich intelligent war, fühlte er sich geschmeichelt, als sie ihn als Freund umwarb, und er ließ sich schnell auf sie ein. Karl hatte im Laufe der Jahre einen guten Freundes- und Bekanntenkreis in Hamburg aufgebaut, den er nun zum Teil mit ihr teilte. Er unterstützte Maria damit, soziale Kontakte in der neuen Stadt zu knüpfen. So half er ihr zum Beispiel, in die „Mädels-Gruppe" der Frauen seiner Freunde aufgenommen zu werden. Später schloss sich Maria auch der „Mädels-Gruppe" ihrer Kolleginnen und Frauen von Kollegen an. ...
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