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Sonderangebot 02
Datum: 16.09.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... Anerkennung zu verwirklichen. Du kannst dir vorstellen, welcher Druck auf meinen Schultern lastete." Julia machte eine Pause und trinkt von ihrem Wein. „Irgendwann ertrug ich die Streitereien zuhause nicht mehr und sah in meinem Studium keinerlei Sinn. Also packte ich meinen Rucksack, das letzte Taschengeld und verschwand ohne ein Wort." „Scheint deine Lieblingsbeschäftigung zu sein" stichele ich, gebe ihr aber einen Kuss auf ihr Haar. „In jedem Fall fand ich bei der Gruppe Obdachloser, die du gesehen hast, einen Schlafplatz und angenehme Menschen. Eine Plane konnte ich mir leisten und war vor Regen geschützt, der Schlafsack gehörte mir und eine Matratze tauchte einfach irgendwann auf. Kurz gesagt, ich konnte durchatmen. Dann erfand ich das Spiel mit dem Euro, denn mein Geld würde nicht ewig reichen. Die Geschichte dazu kennst du." Ich nicke und höre weiter zu. „Tja, und dann traf ich einen Mann der Michael hieß..." „Und? Das war doch nicht Schlechtes? Oder?" verteidige ich mich, ohne dass sie mich angegriffen hat. Julia trinkt mehrmals und schweigt. Ich warte geduldig, bis sie weitererzählt. „Nichts Schlechtes? Das war es ganz sicher nicht. Es war berauschend, lebendig. Du hast mich in jeder Sekunde verstanden, mich so angenommen, wie ich bin. Dir hat sogar mein Spiel richtig Spaß gemacht und du hast mitgespielt. Michael, so etwas hatte ich nie vorher in meinem Leben erlebt." Sie schluckt und ich sehe, dass sie weint. „Aber, Julia, es war ...
... doch alles in Ordnung. Ich liebte UNSERE Spiele. Ich habe vor und beim Sex noch niemals so viel gelacht, war nie so locker und unbeschwert. Und ich dachte eigentlich, dir würde es genauso gehen." „Und meine Angst zur Hure zu werden? Dass du immer über mir standst? Wir waren doch nicht auf Augenhöhe verbunden, wie du es beschrieben hast..." wirft sie mir ihre eigenen Ängste vor. „Ich habe dich doch nie so gesehen, unter mir, als Hure oder wie auch immer du dich wahrgenommen hast." „Aber ich hatte ANGST. Angst, abzustürzen, dir irgendwann nicht mehr zu genügen, die schmutzige Obdachlose zu sein, der du großartige Geschenke machen konntest und Schlimmeres..." schluchzt sie. Ich musste sie auf andere Gedanken bringen. „Okay, in jedem Fall bist du deswegen einfach verschwunden, oder? Was hast du gemacht? Wo bist du hingegangen? Ich habe dich überall gesucht und nicht gefunden" versuche ich, sie aus diesem blöden Dilemma, sich als Hure oder wenigstens zukünftige Hure zu sehen, herauszubringen. Bevor sie weitersprechen kann, klopft es an der Tür und ohne eine Antwort abzuwarten wird sie langsam geöffnet. Ein Mann mit angegrautem Haar und etwa im Alter des Gastgebers betritt den Raum. „Julia, wir..." beginnt er und seine Mine verfinstert sich, als er Julias Tränen sieht, die sie schnell mit ihrem Handrücken wegzuwischen versucht. Aber sie war nicht schnell genug. „Was ist hier los?" donnert er und mit einem Blick auf mich fragt er: „Und wer sind sie, junger ...