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Das Refugium - Complete 000 - 015
Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... er das Tal hinauf, während Lisas Körper neben ihm von Weinkrämpfen durchgeschüttelt wurde. An der Station ging alles glatt, er setzte den Käfig auf eine Transportplattform, und klinkte das Bergegeschirr mit Hilfe des Notabwurfs aus. Dann schwebte er knapp über dem Boden, und bedeutete Lisa, abzuspringen. „Fahr mit Deiner Schwester, wir treffen uns in der Krankenstation", wies er Lisa an. Diese gehorchte sofort, sprang aus dem Heli und auf die Transportplattform. Lisa ignorierte den bestialischen Gestank und fasste mit einer Hand in den Käfig nach der ihrer Schwester. Mit der Anderen fischte sie ihren Controller aus dem Overall und betätigte das Icon mit dem roten Kreuz, woraufhin sich die Plattform zielstrebig in Richtung Station in Bewegung setzte. Aus der unmittelbaren Gefahr entkommen, ließ Lisa ihren Tränen freien Lauf. "Bitte, Sandy", flüsterte sie, „bleib bei mir, ich kann Dich nicht auch noch verlieren." Aber Sandy reagierte nicht. Manfred flog den Heli zurück in den Hangar, diesmal setzte er draußen auf und ließ ihn von einer Transportplattform an seinen Stellplatz zurückbringen. Während er wie versteinert auf dem Pilotensitz saß, dachte er an Marianne. Ihr Tod hatte seine Wut weggewischt. Hoffentlich hatte sie nicht lange leiden müssen. Die Marauder hatten einige AK47 dabei gehabt, wenn sie diese einsetzten kam das Ende für Marianne schnell in Form einer Kugel. Aber sie hatte keine Schusswaffe, und wann immer es möglich war, töteten Marauder mit der ...
... Machete und möglichst langsam. Routiniert drückte Manfred seine Traurigkeit in den Hintergrund seines Unterbewusstseins zu den vielen anderen traumatischen Erinnerungen, die dort endgelagert waren, dann drückte er das Rotkreuzsymbol auf seinem Controller, um sich in die medizinische Abteilung fahren zu lassen. ============================================== Epilog ============================================== Als Manfred in der medizinischen Abteilung ankam, empfing ihn ein bestialischer Gestank. Mitten im Vorraum stand die Transportplattform mit dem dreckigen Eisenkäfig, in dem das, was von Sandy noch übrig war, eingesperrt war, und gerade noch so lebte. Lisa hatte sich eine OP Maske über Mund und Nase gezogen, und war bereits mit einem MediBot zu Gange. Sie hatte die Hände mit dem Diagnose-Tablet durch die Gitterstäbe gesteckt und Sandy gescannt. „Wie geht es ihr?", fragte Manfred. „Sie lebt, aber sie ist körperlich sehr schwach, und liegt in einer Art Koma. Hol sie bitte sofort heraus." Dann legte sie das Tablet wieder hin, streckte die Arme durch das Gitter und fasste nach ihrer Schwester, um das, was noch an Leben in ihr war, am endgültigen Entschweben zu hindern. Dabei rief sie immer wieder ihren Namen und schüttelte sie sanft, aber sie bekam keinerlei Reaktion. Manfred untersuchte den Käfig und fand keine Türe, man hatte Sandy wohl einfach hineingeworfen und ihn danach zugeschweißt. Er orderte sofort Werkzeug, darunter einen großen Trennschleifer. ...