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Das Refugium - Complete 000 - 015
Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... Sobald alles angeliefert war, begann er, den Käfig aufzuschneiden. Sandy befand sich bereits seit Tagen in einem Dämmerzustand irgendwo zwischen Leben und Tod. Träume und gelegentliche wache Phasen, die allerdings immer weniger geworden waren, gingen nahtlos ineinander über. Sandy war so unglaublich müde, und sehnte sich nach einem Jenseits, wo die Schmerzen und Erniedrigungen endlich aufhörten und sie Frieden finden könnte. Fast wäre sie hinübergeglitten, da erschien ein Feuerengel, der ihren Namen rief, und dessen Körper Funken sprühte. Er packte Sandy fest an den Armen, und hielt sie im Diesseits fest. „Lass los", sagte eine innere Stimme in ihr, „Du bist so müde, dann darfst Du endlich schlafen." Aber noch war ein letztes Restchen Lebenswille in ihr, und sie ließ nicht los, und klammerte sich an den Engel. Endlich hatte Manfred die Gitter durchtrennt und eine Öffnung geschaffen, gerade groß genug um Sandys Körper aus dem Käfig zu ziehen. Gemeinsam mit Lisa und Stückchen für Stückchen holte er Sandy heraus. Ungeachtet der stinkenden Pampe, die überall an ihr klebte, nahm er sie auf den Arm und trug sie zu einem der Tische, welche Pathologen gewöhnlich verwendeten. Diese waren mit Armaturen für fließendes Wasser zum Abspülen von Leichen ausgerüstet. Lisa legte noch schnell eine Decke unter, damit Sandy nicht direkt in der kalten Stahlwanne zu liegen kam, und dann bettete Manfred Sandy darauf. Er hielt sich nicht lange mit den stinkenden Lumpen, die Sandy noch am ...
... Leib trug, auf, sondern nahm sich eine große Schere und schnitt die Kleiderreste mit schnellen Schnitten von Sandys Körper. Ihre Figur war der ihrer Schwester nicht unähnlich, stellte er beiläufig fest, aber Manfred hatte andere Gedanken im Kopf als über Sandys Reize nachzudenken. Angewidert warf er die Lumpen dem nächsten CleanerBot in den Rachen, und machte sich daran, Sandy mit warmem Wasser abzuspülen. Langsam wurde ihm bewusst, welcher atemberaubende Gestank in dem kleinen Raum herrschte, und er drückte Lisa den Schlauch in die Hand. „Mach Du weiter, ich räume hier etwas auf." Er drehte die Entlüftung auf die höchste Stufe, beorderte den TransportBot mit den Resten des Käfigs ins Recycling, und schickte alle verfügbaren WischBots los, um den Boden sauber zu schrubben und zu desinfizieren. Er selbst stellte sich so wie er war unter die nächste Dusche, und spülte sich gründlich ab, bevor er seine Kleider abstreifte und ebenfalls sofort dem Recycling überantwortete. Dann wusch er sich noch einmal von Kopf bis Fuß, und stieg in einen frischen Arbeitsanzug, von denen er der Einfachheit halber gleich drei aus der Kleiderkammer geordert hatte. Dann ging er zu Lisa hinüber. Sandy war inzwischen wieder als menschliches Wesen zu erkennen. Ihr Körper war bereits gereinigt, gerade war Lisa dabei, ihre Haare zum wiederholten Mal zu spülen und zu bearbeiten, so dass man ihre natürliche Farbe wieder erkennen konnte. Sandy war ebenfalls eine Blondine, und zwar eine echte, stellte ...