1. Das Refugium - Complete 000 - 015


    Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... richtete sich nach einigen Minuten automatisch ein Mikrowellenstrahler, von dem in jedem Zimmer mindestens einer verbaut war, auf sie und lud sie wieder voll. Für Notfälle verfügte sie auch über zwei vergoldete Ladekontakte wo man ihr praktisch jede denkbare Spannung direkt verfüttern und sie in einigen Minuten wieder vollständig aufladen konnte.
    
    Mit diesem Controller hatte man Zugriff auf so ziemlich jede technische Einrichtung der Station. Das zentrale Element der Station war, neben dem vollautomatischen Wasserkraftwerk, der Fertigungstrakt, zu dem Manfred fast als Einziger direkten Zugang hatte. Reihe um Reihe standen hier in Felskavernen Fertigungsmaschinen, die fast allesamt riesigen 3D Druckern sehr ähnlich sahen. Man hatte das Prinzip allerdings verfeinert, und Drucker für so ziemlich jedes Material entwickelt, von Kunststoff über Stahl und Glas bis hin zu organischem Material ließ sich praktisch alles verarbeiten. Man spezifizierte das Teil, welches man haben wollte, auf einem der vielen Computer, lud es in die Fertigungs-Warteschlange und sobald es fertig war, wurde es automatisch von einer Transportplattform zum Bestimmungsort gebracht.
    
    So funktionierte übrigens auch das Essen, man gab ein Rezept ein, oder ließ sich aus den umfangreichen Datenbanken eins heraussuchen, und wenig später bekam man es frisch zubereitet per Transportplattform zugestellt. Die Versuche, fertige Speisen mit Hilfe eines 3D Druckers herzustellen wurden aufgegeben, weniger weil es ...
    ... nicht schmeckte, sondern vielmehr weil man das Selbe mit herkömmlicher Landwirtschaft wesentlich effizienter erreichen konnte. Auf die Hilfe der Automaten wurde nur zurückgegriffen, wenn man sich etwas bestellte was auf natürlichem Weg nicht oder nicht schnell genug herstellbar war.
    
    Die technischen Anlagen waren dank der ständigen Verbesserung durch Experten aus den verschiedensten Fachgebieten weitgehend störungsfrei. Ging aber trotzdem einmal ein Teil kaputt, kam Manfred ins Spiel. Er bekam einen Alarm auf seinem Controller angezeigt, und es war seine Aufgabe, das ausgefallene Teil durch ein Neues zu ersetzen. In der Regel musste er dazu mit einer Transportplattform zu der betroffenen Anlage fahren, wo das neu produzierte Ersatzteil bereits auf ihn wartete, und den Tausch vornehmen. Dabei zeigte irgendein bildschirmtaugliches Stück Wand in der Nähe die notwendigen Arbeitsschritte in Form von Bildern oder kurzen Animationen an.
    
    Etwas erstaunt fragte er sich, wieso man eigentlich seinen Job nicht auch automatisiert hatte. In den Forschungsberichten der Station fand er auch die Antwort. Man hatte es durchaus versucht, war aber nach Jahren der Forschung mit künstlicher Intelligenz darauf gekommen, dass man auch unter höchstem Einsatz geballter Computerpower und nach jahrelangem Training neuronaler Netze kaum mehr als die Intelligenz eines Vorschulkindes erreichen konnte, und das auch nur in einem einzigen extrem eingeschränkten Teilbereich. Wenn man Energieeffizienz, ...
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