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Das Refugium - Complete 000 - 015
Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... alt und zu verbraucht, um einen ordentlichen Job als Soldat der Spezialeinheiten zu machen. „Rede weiter", sagte Manfred langsam. „Wenn wir bleiben können, kannst Du mich haben. Wann Du willst, wie Du willst, und so oft Du willst." Hoppla, Manfred war ehrlich überrascht, damit hatte er nicht gerechnet. Interessiert schaute er sie zum ersten Mal genauer an. Gewiss, sie war wie die Jüngere abgerissen und ungepflegt, aber unter den Lumpen, die einmal ein teures Kleid gewesen waren, schien sich jedenfalls eine appetitliche Figur zu verbergen. „Vielleicht war sie früher eine Anwältin", dachte Manfred, „oder eine der wenigen weiblichen Vorstandsmitglieder einer Tech-Firma, das könnte zu ihr passen." Jedenfalls war sie offensichtlich eine Frau, die nicht zimperlich war, und die einen lebensrettenden Deal zu schätzen wusste, so lange Aufwand und Nutzen aus ihrer Sicht in einem vernünftigen Verhältnis standen. Ihm ihren Körper anzubieten um ihr Leben und das Leben ihrer Begleiterin zu retten und in einer sicheren Umgebung leben zu können, das wäre so ein Deal. Manfred überlegte nur kurz, dann fasste er einen Entschluss. „Okay, ich lasse mich darauf ein, aber ich habe drei Bedingungen." „Du bist hier der Hausherr, Du machst die Regeln", sagte die Frau. „Die erste: der Deal endet, sobald einer von uns das verlangt. Ihr brecht dann unverzüglich auf, mit nicht mehr als ich euch mitzugeben bereit bin, und lasst mich ein für alle Mal in ...
... Ruhe". „Einverstanden." „Zweitens: es gibt keine Grenzen, und keine Tabus. Was ich verlange, wird ausgeführt, unverzüglich und ohne jede Widerrede." Dir Frau zögerte kurz, aber sie wusste, sie hatte nicht wirklich eine Wahl. „Ich bin einverstanden", sagte sie, „und was ist die dritte Bedingung?" „Ich will euch beide." ============================================== Kapitel 1: Der Deal ============================================== Es war so still im Raum dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Ältere wandte ihren Kopf zur Jüngeren und sagte ernst: „Was meinst Du? Du entscheidest für Dich selbst ob Du es machst oder nicht." Die saß aber nur still und völlig geschockt da, hatte die Augen panisch aufgerissen angesichts der Ungeheuerlichkeit seiner Forderung, und brachte kein Wort heraus. Die Ältere wandte sich wieder an Manfred: „Das ist meine Tochter. Ändert das etwas für Dich?" „Nicht im Geringsten", antwortete er ungerührt, „oder hast Du bei den drei Regeln irgend etwas von einer Ausnahme für Verwandte gehört?" Auf Grund der vertrauten Art, mit der sie miteinander umgingen, hatte er sich schon so etwas gedacht. Eine Weile sagte niemand etwas und Manfred begann langsam die Geduld zu verlieren. Da ging ein Ruck durch die Mutter, sie wandte sich zu ihrer Tochter, nahm ihren Arm und sah ihr entschlossen in die Augen. „Wir gehen hinaus und verstecken uns irgendwo, es wird schon irgendwie klappen", und sie versuchte, die Tochter auf die Beine zu ziehen. Diese ...