1. Das Refugium - Complete 000 - 015


    Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... Restaurants zeigten, fand er nichts, vor allem auch keinen Hinweis dass sie sich je für irgend etwas Nützliches engagiert hätte. Schließlich suchte er sich das Rezept eines sündteuren Duftes von Charon heraus. Er war zu seiner Zeit unverschämt teuer gewesen, man bekam für das was ein Flacon kostete bereits einen Kleinwagen, wenn auch nur in Basis-Ausstattung. Manfred war sicher, dass Lisa diesen exklusiven Saft alleine schon aus diesem Grund kennen musste, und gab ihn beim ChemoBot in Auftrag.
    
    Dem Impuls, die bestellten Leggins eine Größe kleiner zu wählen widerstand er.
    
    Da gab es aber auch noch dieses „spezielle Problem", von dem er über das Überwachungsvideo erfahren hatte. Er beschloss, sich nicht selbst darum zu kümmern. Ein Sexspielzeug fand er eine gute Idee, mal sehen ob sie es annimmt, dachte er. Dildos aller Art schloss er aus, zu gewöhnlich für Lisa mit ihrem derzeitigen Mindset. Liebeskugeln? Zu wenig Effekt. Plugs? Sie hatte sich augenscheinlich überhaupt nicht für ihr Hintertürchen interessiert. Dann erinnerte er sich an einen flexibel biegsamen U-förmigen Doppelvibrator mit einem motorgetriebenen Knubbel an jedem Ende. Man konnte ihn entweder gleichzeitig an G-Punkt und Kitzler ansetzen, oder an G-Punkt und Anal oder Kitzler und Anal. Gerade gebogen konnte das fleißige Gerät auch zwei Menschen zugleich beglücken. Die Konstruktionszeichnungen fand er beim Patentamt, ein MakerBot erledigte den Rest. Dazu packte Manfred eine Tube dezent duftendes Gleitgel ...
    ... ein.
    
    Die Steuersoftware, mit der man die Intensität der beiden Vibratoren selbst einstellen konnte, lud er als verborgenes Update auf Lisas Controller. Sobald Controller und Spielzeug nahe genug zusammen kamen, würde die Steuerung automatisch geöffnet. Um den Aha-Effekt zu maximieren ließ er den Vibrator in ein mit funkdichter Goldmetallfolie ausgeschlagenes, vornehm dunkelblaues Etui einpacken. So würde der Controller genau in dem Augenblick anspringen, wo sie den Deckel öffnete, und er kicherte leise in sich hinein vor Vergnügen, als er sich vorstellte, was sie für Augen machen würde.
    
    Voll stiller Vorfreude auf einen unterhaltsamen Abend gab er die Bestellungen frei.
    
    Dann konfigurierte er sich die Überwachungskameras aus Mariannes Zimmer auf den ihren Räumen zugewandten rechten Großbildschirm seines Appartements, und die Kameras in Lisas Zimmer auf den Großbildschirm auf der linken Seite. Er schaltete den automatischen Trackzoom ein, die Kamera mit dem besten Blick wurde automatisch gezoomt, die Anderen als Icons am Bildschirmrand entlang aufgereiht. Für das was er vor hatte war der „Hands-free" Modus wie geschaffen. Manfred ließ sich noch einen einem edlen Whiskey nachempfundenen Drink aus dem ChemoBot bringen, und lümmelte sich bequem in einen der gemütlichen Sessel seines Wohnzimmers.
    
    „Manfred, Du Schwein, bist ein kleiner Spanner", flüsterte ihm der Schulterengel ins Ohr, „das solltest Du nicht machen." „Genieße es, die Bildqualität ist umwerfend." antwortete ...
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