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Das Refugium - Complete 000 - 015
Datum: 22.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... der Schulterteufel. Er schüttelte den Schulterengel mit einem Achselzucken ab, dann drückte er die „All-on" Schaltfläche seines Controllers. ============================================== Kapitel 5: Spanner- und andere Freuden ============================================== Die beiden Bildwände links und rechts wurden schlagartig hell und zeigten ein gestochen scharfes Bild aus den Appartements seiner beiden Gäste. Beide trugen noch ihre weißen Bademäntel. Marianne sah die Mediatheken durch, lud sich schließlich eine seltene Tschaikowsky-Aufnahme mit Maestro Karajan höchstselbst im Steuerstand, und probierte die Weine die der ChemoBot für sie nach der Vorlage berühmter Weine von früher zusammenmischen konnte. Sie entschied sich für einen leichten Spanier, der zu seiner Zeit nicht einmal besonders teuer gewesen war, und widmete sich wieder ihrem Bildschirm. Natürlich zog sie das „Internet" Icon magisch an. Nach einiger Zeit des mehr oder weniger ziellosen Herumirrens rief sie über einen Wikipedia-Link die Clan-Seite des Ritchie-Clans auf, und versuchte das Intro-Video auf der spärlich gestalteten Startseite abzuspielen. Natürlich blockte der Filter alle Versuche, solche möglicherweise sicherheitskritischen Inhalte abzuspielen, das schien sie zu frustrieren denn sie drückte immer wieder „Refresh", wohl um zu sehen ob es sich das Filterprogramm anders überlegen würde. Natürlich klappte das nicht, und nach einigen Versuchen gab sie auf, und schloss den ...
... Browser. Das Video wäre auch wenig informativ gewesen, Manfred hatte es sich einmal angesehen, es enthielt nur grellbunte, mit Trash-Rock hinterlegte Eigenwerbung des Clans, aus der man erfuhr, dass alle Clanmitglieder gefährlich und Bossman Ritchie noch viel gefährlicher war, gefolgt von kurzen Sequenzen in denen gefangene Mitglieder verfeindeter Clans auf vielerlei wenig schön anzusehende Arten von Körperteilen getrennt und schließlich von Maddie oder Ritchie mit der Machete hingerichtet wurden. Marianne hatte also nichts versäumt, sie ließ sich von Karajan mit göttlichen Klängen berieseln und genoss sichtlich den Wein. Lisa schien es besonders zu gefallen, Dinge einfach auf den Boden zu schmeißen und sie von einem der wuseligen Aufräumbots wieder an seinen Platz bringen zu lassen. Von den Möglichkeiten des Bildschirms interessierte sie auch nur das Internet. Sie stellte aber schnell fest, dass Facebook, Twitter, Instagram und auch alle anderen Webseiten, die sie regelmäßig genützt hatte, alle nicht mehr erreichbar waren. Enttäuscht schloss sie den Bildschirm und flätzte sich samt Schuhen auf das teure, weiße Ledersofa und wartete auf eine Gelegenheit, irgend jemanden anzupöbeln. Gott, wie vermisste sie Maddie, die hatte früher immer den Blitzableiter für ihre Launen spielen müssen. Endlich klingelte es praktisch gleichzeitig an den Türen, die Lieferungen waren angekommen, und beide Frauen ließen sich mit einem Tap auf ihren Controllern die bestellten Stücke, die in ...