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Kometenhaft 20
Datum: 15.02.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
Dienstag 12. Juli KOPFSCHMERZ! Der erste Gedanke, der mir heute Morgen in den Sinn kam. Ich war wach, noch ehe der Wecker klingelte. Meine zwei Bettgenossinnen sahen auch nicht besser aus. Erst nach der Morgentoilette waren wir drei halbwegs ansehnlich. Wir waren spät dran, deswegen schnell ein kleines Frühstück, danach auf den Bus und ab zur Hochschule. Ich verabschiedete mich von den Beiden, gab Vanessa aber noch einen Kuss mit. Danach ging ich direkt ins Labor. Vor der Arbeit aber erst noch ein Kaffee! Aber etwas war anders als sonst. Ich konnte zunächst nicht mit dem Finger darauf zeigen, aber schließlich fiel mir auf, dass immer wieder einer von ihnen in unserem Serverraum verschwand. Selbst die, die mit Computern gar nichts am Hut hatten. Aber was ich dort vorfand, traf mich wie ein Vorschlaghammer: In einer Ecke des Raumes hatte es sich Ramona, die einzige Studentin beim Alten (alle anderen hatte er längst weggegiftet) gemütlich gemacht und saugte begierig am Schwanz ihres Kommilitonen. So wie sie aussah war sie mit dieser Tätigkeit wohl schon länger beschäftigt, da ihr ganzer Oberkörper mit Spermatropfen in unterschiedlichen Trocknungsphasen besprenkelt war und ein Speichelfaden von ihrem Kinn hing, der auf ihrer Brust in ein Rinnsal überging und bis in ihren Schritt reichte. Ihr aktueller "Kunde" blaffte mich nur an: "He, warte bis du dran bist!". Ich wollte etwas sagen, aber ich konnte nicht. Etwas hielt mich zurück. Im Gegenteil, ich wünschte mir sogar, ...
... dass ich der Nächste wäre! Ich ging besser, bevor die Versuchung doch zu groß wurde. Aber gleich vor der Tür wurde ich gefragt: "Und, brauchen die noch lange? Ich bin jetzt dran!". Schließlich kam mein Verstand doch noch zurück: "Seid ihr vollkommen verrückt geworden? Und ihr zwei RAUS DA!". Mehr trotzig als verschämt, trotteten die Beiden aus dem Serverraum, während die restlichen Studenten langsam um den Eingang eine Traube bildeten. Ich atmete erst mal durch, um mich zu sammeln und erklärte ihnen dann in aller Ruhe, dass ich Verständnis für die Situation hätte, aber dass hier immernoch ein Labor und kein Bordell wäre. Sie sollten solche Aktionen dann doch lieber auf ihre Freizeit verlegen und bis auf weiteres an ihre Arbeit gehen. Und Ramona sollte sich vorher vor allem waschen und anziehen! Naja, die Ansprache war eigentlich deutlich länger, aber Ramonas Anblick verhinderte, dass sie in mein Gedächtnis wandern konnte. Deswegen hier nur die Zusammenfassung. Zumindest gingen die Leute wieder an die Arbeit, wenn auch mit längeren Gesichtern. Erst danach bemerkte ich Professor Noretzki in der Tür stehen. Er hatte sich offenbar die ganze Rede angehört und bedeutete mir mit ernster Miene, ihm ins Sekretariat zu folgen. "Oh Mann, was ist jetzt los?" dachte ich nur und malte mir schon das Schlimmste aus. Im Sekretariat erklärte er mir jedoch alles. Die Fakultät hat seit dem Ausbruch dieser speziellen Situation, einen Teil ihres Personals verloren. Vor allem waren das ...