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Der Club der jungen Dichterinnen 01
Datum: 04.04.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... werden. Sie, liebe Frau Schmied, sind jung, aber ihre vorgelegten Qualifikationen sind so hervorragend, dass sie unsere verehrte Schwester Oberin und mich sofort überzeugt haben, dass Sie die Lücke, die die Erkrankung unserer Kollegin gerissen hat, mit viel Engagement und Wissen ausfüllen und eine Bereicherung für unseren Lehrkörper darstellen werden. Ich bitte euch, meine lieben Schülerinnen, Frau Schmied mit einem kräftigen Applaus willkommen zu heißen." Die Direktorin am Rednerpult in der gefüllten Aula beginnt in die Hände zu klatschen und sofort stimmt das komplette Kollegium ein und bald schließen sich alle Schülerinnen an. Sie schauen nach oben zu der zierlichen, feenhaften Person auf der Bühne, der die ganze Aufmerksamkeit sichtlich unangenehm ist und die sich nun still verbeugt. Erste Tage an der neuen Schule Kapitel eins, in dem Ilayda von den ersten Tagen an der Schule berichtet und warum sie dorthin gekommen ist. Montag: Endlich Ruhe. Am Morgen hatte ich frei, um mich in meiner neuen Unterkunft einzurichten, am Nachmittag musste ich mir einen nicht enden wollenden Vortrag der Schulleiterin über Regeln, Werte und Normen des Internats anhören, der durch zustimmendes Schweigen der Mutter Oberin unterstützt wurde. Zum Abschluss, nach dem gemeinen Abendessen, ging es dann zur offiziellen Begrüßung in die Aula. Mit keiner einzigen Schülerin konnte ich bisher ein Wort wechseln, wurde aber von über hundert kritischen Blicken ...
... durchbohrt. Jetzt sitze ich in meiner Lehrerwohnung. Es ist ein kleines Häuschen auf dem Internatsgelände. Es ist nett, dieses Häuschen, und reicht völlig aus für mich, eine kleine Küche, ein größeres Zimmer mit Arbeitsecke, Esstisch, einem gemütlichen, alten Sofa und einem Lesesessel. Ich habe meine Tücher, Decken und Kissen aus dem Bulli geholt und dem Raum ein wenig eigene Note und Gemütlichkeit verpasst und meine indischen Räucherstäbchen vertreiben den Geruch nach übertriebener Hygiene, die das reichlich benutzte Desinfektionsputzmittel in alle Ritzen des Häuschens getragen hat. Das große Doppelbett im kleinen Schlafzimmer füllt den Raum fast ganz, es wäre noch Platz für einen Sessel, aber die Türen des alten Massivholzschrankes lassen sich schon so gerade noch öffnen. Er ist viel zu groß für die wenigen Sachen, die ich im Schränkchen meines kleinen Wohnmobils hatte. Sei's drum. Dafür habe ich mir mit meinem Moskitonetz ein richtig gemütliches Himmelbett gebaut. In das ich nach dem Baden, in der -- wie sollte es hier anders sein -- alten, weiß emaillierten Badewanne, mit meinen Büchern schlüpfen werde. Es ist Oktober und gerade recht kalt, jedenfalls empfinde ich das aktuell so, weil ich erst seit wenigen Tagen aus Südspanien zurück bin. Das Häuschen wird mit einem Kaminofen beheizt und ich darf nicht vergessen nach zu legen, wie mir die beiden Novizinnen erklärten, die mich am Freitag hier eingewiesen haben. Den großen Holzkorb könne ich aus den Reserven vor dem Haus jederzeit ...