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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... mir Larissa mit verträumtem Blick. "Du leckst gut, da brauchst du keine Komplexe kriegen, für einen Mann sogar erstaunlich gut, aber Nina ist eine andere Hausnummer. Oh Scheiße, ich werde schon nass, wenn ich nur dran denke..." Nina schmunzelte und zog ihre Line. Aha. Flos Spruch vorhin mit der ewigen Dankbarkeit hatte vielleicht auch damit zu tun. Die meldete sich gleich zu Wort. "Du bekommst jetzt wahrscheinlich einen völlig falschen Eindruck von uns, durch unser geschätztes kleines Plappermaul hier. Wir sind keine sexbesessene, männermordende Schwesternschaft, die an den Muschis der anderen kleben, wenn gerade kein Schwanz zur Hand ist. Wir haben früher einfach spontan gelebt, völlig offen miteinander. Geteilt, uns umeinander gekümmert, waren füreinander da, immer, schon wie Schwestern irgendwie. Und wenn eine von uns Liebe oder Sex brauchte, konnte sie immer auf die anderen zählen. Nicht nur wir drei, früher war unser Kreis viel größer." "Das habe ich ihm in groben Zügen schon erzählt", klärte Nina sie auf. "Ich finde das großartig, das war bei meiner Clique damals auf einer Ebene genauso, allerdings nicht auf der sexuellen. Wir haben uns massiert und gekuschelt und was weiß ich noch, aber dann war Schluss. Aber wie eine Familie, eine Wahlfamilie haben wir uns damals auch gefühlt, konnten immer auf die anderen zählen, waren immer füreinander da. Sex hatten wir auch jede Menge, aber das war dann eher etwas Privates, vom fallweisen Dreier mal abgesehen. Ich ...
... komme ja aus einer ganz anderen Generation." "Häh", machte Larissa. "Was meinst du damit, wie alt bist du denn?" "Achtundvierzig. Das sieht man doch wohl." "Boah, ernsthaft? Das hätte ich jetzt nicht gedacht, ich hätte dich auf nicht mal Vierzig geschätzt." "Gute Pflege, Frau Doktor. Hm, den Spot, der den Spruch lustig macht, kennt ihr vermutlich nicht mal. Ich bin ein Kind der 90er, wo die Geschichte richtig anfing." Larissa grinste vergnügt. "Okay, jetzt schätzt du mein Alter." "Fünfundzwanzig." "Geht runter wie Öl. Pack nochmal zehn drauf, dann hast du's." "Ein Wunder moderner Schönheits-Chirurgie, unterschlägt sie gern dabei", witzelte Nina. "Bei ihrem Beruf fast lebenswichtig." "Wieso, was machst du denn?", fragte ich verblüfft. "Siehste, er guckt kein Fernsehen", kicherte Flo. "Er wird mir immer sympathischer." "Ich bin Schauspielerin. Nur im Bett nicht. Da ist immer alles authentisch. Wie ist das, wollen wir da nicht langsam hin? Füreinander da sein, teilen, hörst du Nina, teilen..." "Unseren Mief brauchen wir aber nicht teilen. Ob wir vier in meine neue Badewanne passen? Habt ihr Lust das auszuprobieren?", mischte sich Flo ein. Wir hatten. Wir passten. Wir hinterließen das Badezimmer wie nach einer Seeschlacht. Mit anschließender Handtuchschlacht. Frisch-fruchtig, frisch nachrasiert, frisch verliebt. Frisch von der Wirkung der kleinen Pille heimgesucht. Frisch in einen Kreis aufgenommen, der sich vermisst hatte. Gemeinsames ...