1. Tante Paula 02


    Datum: 21.05.2024, Kategorien: Betagt,

    ... was sie mir heute Abend zu sagen hat. Und jetzt mach hin. Hab keinen Bock, zu spät zu kommen."
    
    Nachmittags habe ich schon etwas Muffe, wegen Paula. Ich hätte sie besser nicht auffordern sollen, Roland auch noch zu bedienen. Als ich nachhause komme, ist die Tür abgesperrt. Ich stecke meinen Schlüssel in das Schloss und sperre auf. Huh, das ist schon mal gut. Sie sitzt in der Küche und wartet auf mich. Ihr Blick sagt mehr als 1000 Worte.
    
    „Setz dich. Wir müssen reden. Jetzt."
    
    „Paula, es tut mir leid. Das mit Roland, du weißt schon. Das war nicht ok. Entschuldigung. Aber ich war selbst überrascht als er so reingeplatzt ist. Und, ich stand kurz davor abzuspritzen. Deshalb war ich nicht ganz ich selbst. Das musst du verstehen."
    
    „Lannard, wir hatten eine Abmachung. Kein Wort an die Kumpels, keine Prahlerei. Und du behandelst mich vor seinen Augen wie das letzte Stück Dreck, forderst mich sogar noch auf, es ihm ebenfalls zu besorgen. Was hast du dir dabei gedacht? Ich kam mir vor wie eine billige Nutte. Das war kein Spaß mehr, kein Rollenspiel. Das war bitterer Ernst. Ich bin so enttäuscht von dir."
    
    „Aber Paula..."
    
    „Kein Aber. Ich habe nachgedacht. Du kannst vorerst hier wohnen bleiben. Unter folgenden Bedingungen: Ab sofort lässt du deine Finger von mir. Kein Sex! Wenn dir das nicht passt, musst du dir eine andere Bleibe suchen. Ist das klar?"
    
    „Ja, hab ich verstanden, aber ich glaube das wird mir schwerfallen."
    
    „Bei dem kleinsten Versuch einer Annäherung ...
    ... rufe ich deine Eltern an und sage, dass du gehen musst, weil wir uns nicht vertragen. Du hast die Wahl."
    
    „Ok, dann ist das so. Ich gehe dann mal in mein Zimmer. Muss noch lernen."
    
    Das ist die Höchststrafe. Kein Sex mehr mit Paula. Wie soll ich das aushalten? Mein Studium hat doch erst angefangen. Ich bin fix und fertig.
    
    Die darauffolgenden Tage sind von Schweigen gekennzeichnet. Wir grüßen uns, mehr nicht. Ich habe Druck ohne Ende. Wenn auch nur ein Fünkchen Wahrheit an Rolands Vermutung ist, dass Paula in mich verliebt ist, müsste sie mir doch ein Zeichen geben. Nichts, gar nichts, das darauf schließen lässt, dass da noch Hoffnung besteht. Ich finde mich mit meiner Situation ab und konzentriere mich wieder auf mein Studium.
    
    Eines Nachmittags, als ich mit dem Fahrrad von der Uni nachhause fahre, läuft mir wieder die ältere Dame mit den Einkaufstrolley über den Weg. Ich beschließe, sie anzusprechen. Entweder es funktioniert oder ich muss mir ein anderes Opfer suchen... . Ich rempele sie „aus Versehen", ganz leicht nur, mit dem Fahrrad an. Sie erschrickt sich und ihr Trolley fällt um. Ihre Einkäufe kullern über den Gehweg. Ich stelle mein Fahrrad ab, und helfe ihr beim Einsammeln.
    
    „Entschuldigen sie bitte, das war keine Absicht. Ich wollte nur schnell noch..."
    
    „Junger Mann, kein Respekt. Mich einfach so von hinten anzurempeln. Die Jugend von heute."
    
    Als ich ihr den letzten Apfel in die Hand drücke, schaut sie mich an.
    
    „Jedenfalls helfen sie mir beim ...
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