1. "Ersteigere-Mich!" Ich Will Sex!


    Datum: 11.06.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... Gedanken zu machen. Meine private Selbstständigkeit fand nach der Arbeit statt. Nach Feierabend verdiente ich mein Schwarzgeld, beziehungsweise Schwanzgeld... Das bisschen Kohle, was mein Chef mir zahlte, war quasi nur ein Trostpflaster, damit ich mich jeden Morgen aus dem Bett quälte. Aber das war schon okay. Ab und zu gingen halt die Gedanken mit mir durch.
    
    Als ich im Wohnzimmer am geöffneten Fenster eine Zigarette rauchte und eine Tasse Kaffee in mich hineingoss, wusste ich schon jetzt, dass ich keine Lust haben würde, abends zum Parkplatz zu fahren. Ich wollte den Abend lieber Zuhause verbringen und ausnahmsweise mal keine Schwänze lutschen. Ich konnte mir dieses Privileg durchaus erlauben. Ich musste es nur meine Kunden wissen lassen, damit sie dort nicht vergeblich auf mich warteten. Via Handy aktualisierte ich in meinem Inserat den Status, dass am heutigen Abend keine Blowjobs stattfinden würden. So einfach war das. Auch meine Stammkunden wussten Bescheid, dass es immer ratsam war, vorher in meinem Inserat reinzuschauen, ob ich anwesend sein würde oder nicht.
    
    Daraufhin loggte ich mich bei „Ersteigere-mich!" ein. So viel Zeit blieb mir noch, bis ich losfahren musste. Es gab 11 neue Anfragen in meinem Postfach. 6 davon konnte ich löschen, die übrigen waren geeignete Kandidaten für mein Spinnennetz. Ich antwortete kurz und knapp mit meinem Standardsatz und schaltete sie umgehend frei. Nicht nur ein paar Bieter hatte ich bekommen, sondern auch schon wieder ...
    ... Geld.
    
    Die Gebotssumme war von 1.100 Euro auf 1.365 Euro angestiegen!
    
    Nicht nur beim Anblick des Geldes huschte mir ein Lächeln übers Gesicht, sondern auch deswegen, wer vorne lag.
    
    Es war Torben, mein süßer „Waldpilz666"!
    
    Innerlich betete ich, dass er die Auktion gewann. Er war einfach der heißeste Typ von allen Mitbietenden. Falls nicht, hatte ich ja immer noch seine Handynummer und konnte ihn jederzeit anschreiben, um ihm ein unmoralisches Angebot zu unterbreiten. Sex würde ich mit diesem scharfen Kerl so oder so haben. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche. Und was genau so sicher war, war die Tatsache, dass ich jetzt leider zur Arbeit fahren musste...
    
    Der Arbeitstag zog sich wie Kaugummi. Immer wenn ich gefühlt eine Stunde später auf die Uhr sah, waren gerademal 10 Minuten vergangen. Dass die Zeit nicht verging, lag am Nichtstun. Viele Patienten hatten ihre Termine abgesagt und so verbrachten wir die freie Zeit mit putzen und lungerten in der Küche herum. Und wenn doch jemand kam, assistierten wir kurz.
    
    Nachmittags ließ meine Nackenverspannung nach und auch meine Kiefermuskeln spürte ich nicht mehr. So bekam ich wieder bessere Laune, aber fit war ich trotzdem nicht. Es war schon gut, dass ich für den Abend meine Blowjobs abgesagt hatte. Ich hätte wirklich keine Lust gehabt. Die Gelegenheit wollte ich lieber nutzen, endlich das Inserat für Meike und mich zu schreiben, damit es Hauptsache schon mal fertig werden würde.
    
    Nachdem dann endlich Feierabend war, ...
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