1. Kometenhaft 00 - 01


    Datum: 24.08.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... sofort.
    
    "Weil du meinen Test bestanden hast, darum." grinste sie zurück. Danach erklärte sie es mir: Natürlich wusste sie um ihre Reize, aber sie war mehr als das. Sie wollte eine Ingenieurin werden und nicht nur die hübsche Freundin eines Ingenieurs sein. Und so entwickelte sie eben diesen Plan, ihre Reize zu nutzen, um festzustellen, wer in ihr nur das Oberflächliche sah. Und die ließ sie aber einfach nur stehen. Ein gefährlicher Plan bemerkte ich, was wäre, wenn jemand ihren Korb nicht akzeptieren würde. Und das hatte wohl einer auch schon. "Der hat meinen Elektroschocker gespürt." erwiderte sie kurz. Elektroschocker - klar, sie war auch durch und durch Ingenieurin. Sie verriet mir auch, dass sie deswegen schon als Lesbe angemacht wurde, aber das ließ sie kalt, weil ihr das zusätzlich nur bestätigte, wer für sie zu oberflächlich und damit ungeeignet war.
    
    Ich konnte es nicht fassen, meine anfängliche Hoffnungslosigkeit ihr gegenüber hatte genau das Gegenteil bewirkt. Offensichtlich machte ich bei dieser Erkenntnis einen so dämlichen Gesichtsausdruck, dass sie dabei in schallendes Gelächter ausbrach.
    
    Von da an war es besiegelt. Wir waren nun kaum noch zu trennen. Ihren "Test" gab sie deswegen dennoch nicht auf. Sie war auch weiterhin die Schönste in der Fakultät, auch wenn inzwischen die ein oder andere miteiferte, und manche sagten, dass es schönere gab. Aber für mich war sie DIE Traumfrau. Sie genoss es einfach nur, dass wir von denen, die es versucht hatten, ...
    ... neidisch beäugt wurden, und die Frage "Warum DER?" stand ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben. Wir waren glücklich.
    
    Wir suchten uns ein größeres Apartment, in das auch zwei einziehen durften und verbrachten fast jeden freien Moment zusammen (und ein Großteil unserer Vorlesungen und Praktika sowieso). Lernen entwickelte sich jedoch trotzdem zu einem Problem. Wir stellten schnell fest, dass das in der gemeinsamen Bude kaum möglich war. Ein Grund war ein weiteres Geheimnis von Vanessa: in den eigenen vier Wänden genoss sie es, nicht allzu viel anzuziehen. Man kann sich kaum vorstellen, wie man einen klaren Gedanken zum Studium aufbringen kann, wenn einem gegenüber die spärlich bekleidete Traumfrau sitzt, und wenn sie mal einen Morgenmantel anhatte, blitzte ihr Dekolletee dennoch verführerisch aus dem tiefen Ausschnitt heraus. Zu oft ließen wir uns voneinander ablenken und landeten gleich wieder im Bett (oder dem Boden, dem Küchentisch .....). Also einigten wir uns darauf, dass wir in der Öffentlichkeit, zum Beispiel in der Bibliothek lernten, wo wir uns höchstens mal verstohlene Blicke zuwerfen, oder kleine Gemeinheiten ins Ohr flüstern konnten. Die Abende danach waren dafür aber umso erotischer, und oft genug kamen wir gar nicht erst an der Garderobe im Flur vorbei.
    
    Doch dann kam, was kommen musste: die Vertiefungsmodule. Wir hatten kein Problem damit, dass wir uns ein wenig anders orientierten, im Gegenteil, wir sahen das als eine gegenseitige Ergänzung an. Aber ich wählte ...
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