-
Der sonderbare Junge
Datum: 20.10.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... gar nicht.", sagte er. Dita strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und versuchte möglichst lässig zu antworten: „Naja, ich kann ja nicht immer im Mittelpunkt stehen." Sie merkte selbst, dass diese Antwort dämlich war und schob ein: „Heute scheint mich einfach keiner zu beachten." Das entsprach dann schon mehr der Wahrheit, obwohl sie in dem Moment nicht so recht sagen konnte, warum sie sie mit ihm teilte. Felix lächelte nur und meinte: „Ja, das kenn ich." Dita wäre am liebsten im Erdboden versunken. Da das aber nicht ging, blieb sie einfach sitzen und ließ es zu, dass er ihnen die Gläser nachfüllte. Sie leerte ihres in einem Zug bis zur Hälfte und holte dann tief Luft. Der Alkohol breitete sich warm in ihr aus und sie entspannte sich, akzeptierte die Situation. So saßen sie eine Weile nebeneinander und redeten. Nichts Wichtiges, aber das war nicht von Belang. Felix schenkte ihr ernst gemeinte Aufmerksamkeit und sie musste zugeben, dass es ihr gefiel. Trotzdem gab dieser Junge ihr weiter Rätsel auf. Sie versuchte sich in Erinnerung zu rufen, was Melanie über ihn erzählt hatte. Viel war es damals nicht, was sie wusste. Felix war wohl einfach ein netter Kerl, aufrichtig ... und ziemlich schüchtern. Zumindest hatte er nie versucht, sich wie die anderen Jungs in der Mannschaft an eines der Mädchen ranzumachen. Er hatte auch noch keine richtige Freundin gehabt, dass hatte er Melanie wohl mal gestanden. Vielleicht war er nicht selbstbewusst genug, obwohl Dita das ...
... eigentlich nicht bestätigen konnte. Er machte nicht den Eindruck, dass er zu schüchtern war, so wie er sich ihr gegenüber verhielt. Obwohl sie ihm sonst nie viel Beachtung geschenkt hatte, redete er ganz offen mit ihr und machte Bemerkungen, über die sie sogar lachen musste. „Sag mal, Felix, dass du dich zu mir gesetzt hast... gibt es dafür einen Grund?" Eine blöde Frage, aber es nagte an ihr, warum dieser Junge, der angeblich so schüchtern sein sollte, sich so ungeniert zu ihr gesellt hatte. Eine verlorene Wette? Verzweiflung? „Naja... um ehrlich zu sein, du sahst so allein aus und ich kenn das ja, da wollte ich dir einfach Gesellschaft leisten. Aber wenn dir das unangenehm ist ..." Er machte Anstalten aufzustehen, doch schnell hielt sie ihn auf: „Nein, bitte. So hab ich das nicht gemeint. Ich find es schön, dass du mir Gesellschaft leistest. Ich wollte nur..." Sie brach ab. Was wollte sie denn? Dita war völlig durcheinander und fragte sich kurz, wie viel sie getrunken hatte. Aber sie war nicht betrunken. Sie war einsam. Noch nie hatte sie es so deutlich gespürt, wie in diesem Moment. Und dann fing sie an zu weinen, ohne dass sie es verhindern konnte. Und Felix nahm sie in den Arm und tröstete sie. Völlig selbstverständlich. Ohne bohrende Fragen oder blöde Aufmunterungssprüche, er hielt sie einfach fest, während bei ihr die Tränen flossen und ihr Make-up zerstörten. „Soll ich dich nach Hause bringen?", war das Einzige, was er fragte. Dita nickte, sie wollte nur noch ...