1. Evis Erwachen – Ein Leben in Lust


    Datum: 05.02.2026, Kategorien: Reif

    Evi stand nackt vor dem Spiegel.
    
    Der Morgen war still. Das Haus, in dem sie seit fast fünfzig Jahren gelebt hatte, atmete Erinnerungen. Seit Friedrich tot war, hatte sich der Rhythmus der Zimmer verändert. Keine Schritte mehr, kein Husten aus dem Nebenzimmer. Keine Fragen. Keine Blicke. Nur sie.
    
    Und dieser Körper, der ihr fremd geworden war.
    
    Sie betrachtete sich mit einer Mischung aus Neugier und Zweifel. Ihre Brüste waren gesunken, aber noch voll. Die Brustwarzen groß und dunkel, empfindlich wie eh und je. Ihre Haut trug das Mosaik von Jahrzehnten: Falten, Linien, Spuren von Sonne und Lachen. Ihre Schenkel waren weich, ihr Bauch nicht mehr straff. Doch da war ein Funkeln in ihren Augen, das sie selbst überraschte.
    
    "Du bist 75, Evi", sagte sie leise zu ihrem Spiegelbild. "Und du lebst."
    
    Zum ersten Mal seit vielen Jahren streichelte sie sich bewusst. Ihre Hand glitt über den Bauch, zwischen die Brüste, zu der Stelle, die seit Friedrichs Tod unberührt geblieben war. Doch da war kein Schmerz. Nur Sehnsucht.
    
    Und Hitze.
    
    Langsam setzte sie sich auf das Bett, ließ ihre Finger tiefer wandern. Ihre Schamlippen waren groß und weich geworden, hingen ein wenig, aber sie spürte, wie feucht sie wurden unter ihrer eigenen Berührung. Ihr Kitzler reagierte sofort auf den sanften Druck. Ihr Atem ging schneller.
    
    Evi schloss die Augen.
    
    Erinnerungen tauchten auf: Ein Liebhaber aus ihrer Jugend, den sie nie vergaß. Eine flüchtige Berührung im Kino. Und der Blick eines ...
    ... jungen Mannes neulich im Supermarkt, der länger verweilte, als es Zufall sein konnte.
    
    Mit zitternden Fingern brachte sie sich zum ersten Höhepunkt. Langsam. Leise. Aber tief. Es war kein stürmisches Beben, sondern ein inneres Aufblühen.
    
    Als sie sich danach in die Laken sinken ließ, lächelte sie. Zum ersten Mal seit langer Zeit. Und sie wusste: Das war erst der Anfang.
    
    Zwei Tage später saß Evi mit einem Glas Wein an ihrem alten Laptop. Ihre Finger zitterten leicht, nicht aus Angst, sondern aus Erregung. Sie hatte lange überlegt, doch jetzt war sie entschlossen. Auf einer kleinen, diskreten Kontaktseite ü40 wollte sie eine Annonce aufgeben.
    
    Sie tippte langsam, aber bestimmt:
    
    > "Erfahrene, gepflegte Frau (75) sucht junge, unerschrockene Liebhaber zwischen 20 und 40. Du solltest wissen, wie man genießt, wie man verehrt, wie man vögelt. Ich bin voller Lust, offen für alles, was meinen Körper neu belebt. Ich will keine Gespräche über das Leben -- ich will, dass du mich in alle meine Löcher fickst, ohne Scham, ohne Zurückhaltung. Ich bin reif, feucht und bereit. Wenn du den Mut hast, schreib mir."
    
    Sie starrte auf den Text. Es war das Obszönste, was sie je geschrieben hatte. Und doch -- sie wurde feucht, während sie es las.
    
    Mit einem letzten Schluck Wein klickte sie auf "Veröffentlichen".
    
    Nur zehn Minuten später hatte sie die ersten Antworten.
    
    Ein 28-jähriger Personal Trainer. Ein Student aus der Nachbarstadt. Ein 35-jähriger, der ganz direkt schrieb: "Ich ...
«1234...11»