1. Träumen aber richtig


    Datum: 11.02.2026, Kategorien: Romantisch

    ... nutzen wollte sie beides nicht. Er konnte machen, was er wollte. In der Nacht war sie dann immer wieder bei ihm und in seinen Armen. Also ließ er es schließlich ganz und beide schliefen dann gleich im selben Bett.
    
    Celin war fünf Jahre alt. Sie lernte verdammt schnell und er blamierte sich verdammt viel. Sie lerne Deutsch, er blamierte sich viel mit Syrisch. Wenn auch anfangs nicht so leicht, wie er es erwartet hätte, so funktionierte alles doch immer besser. Klaus hätte sich selbst nicht wieder erkannt. Jeden Abend machten sie sich gemeinsam fertig. Er begann schon bald, ihr jeden Abend die Haare zu flechten. Sie stand anders immer, wie explodiert vor ihm. Eine unglaublich schöne Beschäftigung, die sie beide immer fester verband. Es wurde ein Mammut Ritt, eine irre lange Fahrt, denn er wollte möglichst wenig Häfen anlaufen.
    
    Erst in Holland, in seinem Heimathafen atmete er endlich wieder frei auf, als er festen Boden betrat. Hier fühlte er sich wohl, hier war er ein riesiges Stück weit zuhause und hier vertraute er den Menschen. Er vertraute sich seinem geliebten Hafenmeister an und bat um Hilfe und was machte der? Der rief seine Schwester an, die mit dem Auto sofort kam und beide mit zum Einkaufen nahm. Ceylin bekam nun endlich ihre eigenen und vor allem passenden Sachen und sah nun gleich auch nicht mehr nach Flüchtling aus. Hier bekamen Sie Hilfe, wie er sich das erhofft hatte. Alle unterstützten sie und Ceylin war innerhalb von Sekunden der Liebling aller Leute ...
    ... hier. Wenn auch Klaus sicher war, dass seine Ex nun auch bald Bescheid wissen würde, blieb er mit Celyn noch ein paar Tage hier, bevor es dann, mit seinem Auto, nach Hause ging.
    
    Hier erwartete sie dann doch noch die Hölle, denn die deutsche Bürokratie war wirklich kein Zuckerschlecken. Ohne seine Freunde, vor allem seinen Anwalt, hätte er sich sicher selbst gerichtet. Es war die Hölle, aber er war sich sicher, dass er diese Schlacht gewinnen wollte. Eine zynische unsympathische Dame, vom Jugendamt hätte ihn da fast zum Mörder werden lassen. Ceylin, mit ihren riesigen Augen und ihrem unbeschreiblich süßen Lächeln entschädigte dann wieder vollkommen. Er fragte sich so also auch nie: "Warum machst du den Scheiß hier eigentlich?" Nein, denn er wusste ganz genau warum.
    
    In seinem Zuhause, dem Sechsfamilienhaus und in seiner kleinen Wohnung wurden beide genau so liebevoll empfangen und behandelt, wie in seiner Clique. Einer seiner Kumpels war mit einer Kindergärtnerin zusammen. Die entschied dann einfach den kleinen Dienstweg und Ceylin durfte erst mal inoffiziell mit in deren Kindergarten. Klaus musste sich zwangsläufig nach einem neuen Zuhause umschauen, aber das hatte noch Zeit. Sie kamen zurecht. Und dann kam er. Der Tag, mit dem Klaus im Leben nie gerechnet hatte. Eigentlich der Tag, an dem sein altes Leben einen Sinn ergab und seinem neuen Leben erst richtig Hoffnung machte.
    
    Klaus musste und wollte auf den fünfzigsten Geburtstag seines ehemaligen Meisters. Er war ...
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