1. Dämonische Lust Teil 09


    Datum: 12.02.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,

    ... schwachen Keuchen starb er.
    
    Anita
    
    Als ich die Arena verließ war ich tief in Gedanken und keiner davon war schön. Wenn nicht Trev Antona gesagt hatte, dass sie mich umbringen sollte, wer war es dann gewesen? Für wie viele der Dinge, die ich bisher Trev zugeschrieben hatte, war stattdessen dieser mysteriöse Jemand verantwortlich? Hatte ich gerade einen gänzlich unschuldigen Mann getötet?
    
    Nicht, dass wirklich ich ihn umgebracht hätte. Am Ende war es Saban gewesen, aber auf meinen Befehl. Ich hatte an entscheidender Stelle gezögert und beinahe hätte es mich das Leben gekostet. Und das war zu einem Zeitpunkt gewesen, an dem ich noch geglaubt hatte, dass Trev ein Killer war und mir auch außerhalb der Arena nach dem Leben trachtete. War ich einfach zu schwach, um zu tun, was getan werden musste? Meine Magie war natürlicherweise und schon immer mehr auf Gewalt und Krieg ausgerichtet gewesen, als alles andere. Der Meisterrat hatte schon vor langer Zeit entschieden, dass ich, wenn ich überlebte und es bis zum Gesellenstatus brachte, eine Kriegszauberin werden würde. Aber wie konnte ich das sein und mein Königreich verteidigen, wenn ich es nicht fertigbrachte zu töten?
    
    Als ich die Kampffläche verließ sah ich zu Saban hinüber, der neben mir ging. Er sah wütend aus und bewegte sich angespannt, als ob er Ärger erwartete. Er bemerkte, dass ich ihn ansah. "Darf ich sprechen?", fragte er. Ich nickte und er fuhr fort. "Wenn Trev die Wahrheit gesagt und Antona nicht alleine ...
    ... gehandelt hat, gibt es hier noch immer jemanden, der Euch tot sehen will."
    
    "Richtig", stimmte ich zu und fragte mich, worauf er hinaus wollte.
    
    "Nun, genau hier und jetzt seid Ihr erschöpft vom Kampf. Wenn ich es wäre, würde ich exakt jetzt etwas versuchen", sagte Saban und sah sich im Raum um, in dem ich meinen Gesellenbrief erhalten sollte.
    
    "Ziemlich schlau für einen Dämon", sagte eine Stimme aus dem Nichts. Plötzlich waren wir in einer Kugel aus grünem Licht gefangen. "Und ganz schön vorlaut."
    
    Saban knurrte. "Zeig dich, Feigling!"
    
    "Gerne", sagte die Stimme und Meisterzauberer Yurial erschien aus dem Nichts.
    
    Saban warf sich gegen die Lichtbarriere.
    
    "Lass das lieber", sagte Meister Yurial und wackelte tadelnd mit dem Finger. "Du wirst dich noch verletzen."
    
    Ich riss die Augen auf. "Meister Yurial! Ihr wart Antonas Mentor! Sie hat mich angegriffen, weil Ihr es verlangt habt!"
    
    "Cleveres Mädchen", lobte mich Master Yurial. "Aber nicht clever genug. Wenn du wirklich schlau wärst, wäre dir aufgefallen, dass Ich für viele der Dinge, die du deinem Rivalen Trev vorgeworfen hast, verantwortlich war. Die Versuche dich zu töten. Deine umgebrachten Mitlehrlinge." Mein Mund stand offen vor Schock. "Und jetzt,", fügte Meister Yurial kopfschüttelnd hinzu, "wirst du mich fragen, warum ich das tue. Die Antwort sollte aber doch ganz offensichtlich sein, mein liebes Mädchen."
    
    Er fing an, einen Zauber in der Luft zu formen. Ich versuchte verzweifelt zu erkennen, was es war, ...
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