1. Sophie - Teil 1 Ein Nachmittag in Grau


    Datum: 20.02.2026, Kategorien: Schamsituation

    Diese Geschichte wird länger. Deshalb geht es auch langsam los. Dies ist die Einleitung und die nächsten Teile werden nach und nach in den kommenden Tagen veröffentlicht.
    
    Sophie - Teil 1 Ein Nachmittag in Grau
    
    Der Tag war wie so viele andere.
    
    Sophie räumte die Frühstücksreste vom Küchentisch, während die Spülmaschine monoton summte. Die Kinder waren im Kindergarten und in der Schule, das Haus lag still, fast gespenstisch ruhig nach dem morgendlichen Trubel.
    
    Sie hätte diese Ruhe genießen können, aber stattdessen spürte Sophie vor allem eines: ein Ziehen tief in sich, ein Gefühl, nicht ganz am Leben zu sein.
    
    Im Schlafzimmer blieb sie vor dem Spiegel stehen, schaute sich kurz an, dann schnell wieder weg. Ihr Körper hatte sich verändert. Sie hatte zugenommen, fühlte sich schwer und unsicher in ihrer Haut. Ihre großen Brüste, die früher stolz und straff gewesen waren und schon zur Schulzeit die Jungs um den Verstand gebracht hatten, hingen nun weich und ungewohnt. Diese Veränderungen verstärkten das Gefühl, heute mit Mitte 30 kaum noch die gleiche Frau zu sein wie früher – und noch weniger eine, die jemand begehrt.
    
    Ihr Mann nahm das im Alltag selten wahr. Er war viel unterwegs, gefangen in seinem Job als Unternehmensberater. Abends bezahlte er seine Abwesenheit mit Vertrautheit, die kaum noch Leidenschaft kannte. Sex gab es noch, aber mehr aus Pflicht als Lust, und Sophie fühlte sich dabei oft wie eine Fremde in ihrem eigenen Körper.
    
    Sophie setzte sich mit ...
    ... einer Tasse Kaffee aufs Sofa. Ihr Blick wanderte ziellos durchs Wohnzimmer. Sie zog ihr Handy hervor und las eine Nachricht von ihrer Freundin Anna, die sie gestern Abend bekommen hatte:
    
    „Du erinnerst dich an den Chat, von dem ich erzählt habe? Probier’s aus. Einfach nur zum Spaß. Ich wette, du bist überrascht, wie gut das tut.“
    
    Wie sehr diese Nachricht und die folgenden Geschehnisse ihr Leben verändern sollten, war ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.
    
    Sophie lachte innerlich. Sie hatte das Thema abgetan, als Spielerei, die nichts mit ihrem Leben zu tun hatte. Anna war eine Wilde und flirtete online, was das Zeug hielt. Aber sie?
    
    Doch der Nachmittag fühlte sich auf einmal leer an, und ein leises Flattern der Neugier erwachte in ihr. Nur gucken, dachte sie.
    
    Sie meldete sich auf der Chatseite an, legte sich einen Namen zu - Alexa - schrieb wenige Worte über sich, vorsichtig und unaufgeregt: „Mutter, oft müde, manchmal neugierig.“ Beim Absenden spürte sie einen kleinen Stich im Bauch und fühlte sich, als ob sie etwas Verbotenes getan hätte.
    
    Kurze Zeit später blinkte eine Nachricht auf:
    
    „Hallo Alexa. Schön, dass du hier bist.“
    
    Sie wartete. Nach einer Weile kam die nächste Nachricht:
    
    „Sag mal, hast du Lust auf ein kleines Spiel? Etwas Aufregendes, Ungewöhnliches? Nichts, was zu viel verlangt, aber genug für dich, um aus dem Alltag auszubrechen.“
    
    Sophie spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Ein Spiel? Wenn das nur nicht zu abwegig wäre. Und doch … ...
«12»