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Griechischer Urlaub
Datum: 28.02.2026, Kategorien: Ehebruch
... Maras Mutter sie unterbrach. »Mara! Unser Gate wird gleich aufgerufen! Wir müssen los!« Mara seufzte innerlich, aber sie verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Wange, der viel zu lange und viel zu nahe an seinem Mund war. »Vielleicht sehen wir uns ja wieder, Kostas.« Mit einem letzten Augenzwinkern folgte sie ihrer Mutter zum Gate. Als ihre Reihennummer aufgerufen wurde, reichte sie ihre Bordkarte vor, warf einen letzten Blick zurück in die Halle und trat dann mit einem Lächeln auf den Lippen in den Gang des Flugzeugs, bereit für Abenteuer unter der griechischen Sonne. Mara schlenderte den schmalen Gang des Flugzeugs entlang, ihr Hüftschwung bewusst betont. Sie spürte die Blicke der Passagiere auf sich, als sie nach ihrem Platz suchte. Ein älterer Herr im Anzug, der auf einem Platz am Gang saß, ließ seine Zeitung sinken und musterte sie von Kopf bis Fuß, als sie an ihm vorbeiging. Mara erwiderte seinen Blick unverfroren und ein kleines, anerkennendes Lächeln huschte über ihre Lippen. Ihr Platz in der Mitte. Ihre Mutter setzte sich neben sie ans Fenster und klappte sofort ihr Reisemagazin auf. »Endlich«, seufzte sie. »Zwei Wochen nur Entspannung.« Mara nickte nur, ihr Geist war schon woanders. Sie lehnte sich zurück und schloss die Augen, doch als sich eine Präsenz neben ihr bemerkbar machte, öffnete sie sie wieder. Ein Mann mitte 40 versuchte sein Handgepäck in das Fach über ihr zu schieben. Er war hochgewachsen, mit dunklen Haaren, die an den Schläfen ...
... bereits grau melierten, und einem freundlichen, aber ermatteten Lächeln. »Erlauben Sie?«, fragte er mit einem leichten Akzent, den sie nicht sofort einordnen konnte. »Gerne«, antwortete Mara und rückte ein wenig zur Seite, sodass er besser rankam. Sein Arm streifte dabei beinahe ihre Schulter, und sie roch einen Hauch von teurem Parfum und männlicher Wärme. Er war definitiv über 40, und er trug es mit einer Selbstverständlichkeit, die Mara sofort anzog. Er setzte sich auf den Platz neben sie. Der Flug startete, und als das Flugzeug eine stabile Höhe erreicht hatte, entspannte sich die Atmosphäre. Mara zog ihr Handy heraus, doch ihre Batterie war schon fast leer. Verärgert suchte sie in ihrer Handtasche nach ihrer Powerbank, fand sie aber nicht. »Suchen Sie etwas?«, hörte sie die raue, angenehme Stimme ihres Nachbarn. »Meine Powerbank. Die eine Batterie meines Lebens, und natürlich ist sie weg«, seufzte sie theatralisch. Er lächelte. »Ich habe eine hier. Aber das Kabel ist für ein iPhone.« »Pech gehabt«, sagte Mara und blickte ihn direkt an. »Ich habe ein Android. Wir sind wohl nicht für einander bestimmt.« Sein Lächeln wurde breiter. »Das wäre ja schade. Ich bin Andreas, übrigens.« »Mara.« Sie reichte ihm die Hand. Ihre Finger berührten sich einen Moment länger als nötig. Die Stewardess kam mit dem Getränkewagen, und Mara bestellte einen Weißwein. Andreas tat es ihr nach. »Auf einen schönen Urlaub«, sagte er und hob sein Plastikglas. »Auf ...