1. Die Nonne und der Mönch Teil1


    Datum: 09.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Verhandlungen einigte man sich schließlich auf die Eigenbewirtschaftung mit Personal aus den Klöstern umzustellen.
    
    Schwester Hilde wurde beauftragt die beiden geeigneten Klosterschüler auszusuchen. Schwester Hilde, die Güte in Person, aber auch eine starke Persönlichkeit. Ganz allein ihr und einigen ihrer Helferinnen hatten die Nonnen eine Erziehung zu verdanken, die sich am realen Leben orientierte, die aber nur heimlich ohne das Wissen der klösterlichen Führung, der Heinrichs auf der einen Seite und der Margaretes auf der anderen, praktiziert werden durfte. Wobei man bei Margarete ahnen konnte, das sie es wusste und stillschweigend akzeptierte. Im Kloster Heinrichs jedoch, herrschte Strenge und niemand wagte sich dagegen aufzulehnen.
    
    Die drei sahen endlich in der Ferne die Alm, >noch eine halbe Stunde und wir sind dort<, Schwester Hilde kannte diesen Weg ganz genau. Die Sonne erwärmte den Hang immer stärker, aus dem tief unten liegendem Tal drangen keine Laute die menschlich erzeugt wurden, hier oben war die Luft erfüllt vom Vogelgezwitscher, auch die Insekten summten ihr Sommerlied. In der Ferne zog ein Adler majestätisch seine Kreise. Die Kühe der Alm bewegten sich gemächlich, weit verstreut auf der Weide und futterten das gesunde sattgrüne Gras der Höhe.
    
    Der Ausblick auf die Landschaft wurde immer grandioser, Hilde blieb immer öfter stehen, ihr fehlte etwas die Luft, dafür genossen alle drei immer wieder die neuen Gebirgsansichten.
    
    -Michael-
    
    Auch ...
    ... Michael begann sich mit allen Sinnen auf diese Umgebung einzustellen. Die anfängliche, für außenstehende auf wenig Naturverbundenheit aussehende geistige Abwesenheit Michaels, war in Wirklichkeit die herunter gespielte Überwältigung die ihn beim Erblicken der Naturschönheit der Berge befiel. Michael war seit seiner Kindheit im Kloster. Aus finanziellen Gründen gaben ihn seine Eltern dort ab, auch weil sie meinten es sei das beste und eine sichere Existenz für ihn. Das er dort faktisch viele Jahre eingesperrt, vieles in ihm verkümmerte und er praktisch mit Anfang zwanzig noch ein Kind war, begriffen und begreifen seine Eltern nicht. Im Unterbewusstsein erlebte Michael heute seinen ersten Tag in Freiheit und das zeigte er mit seinem kindlichem Gemüt, nicht für jedermann verständlich.
    
    Nur Schwester Hilde bemerkte es und sie beobachtete ihn sehr genau. Schwester Lissi schalt nun Michael, >hör bitte auf mit Steinen zu werfen<, Michael hörte sofort auf und senkte schuldbewusst seinen Blick zum Boden. Hilde sah gütig zu ihr herüber, >scherzen sollt ihr und euch dabei liebhaben<. Michael schaute zu Lissi herüber, beide lachten.
    
    -Lissi-
    
    Lissi kam erst relativ spät ins Kloster, sie sammelte bereits in der frühen Jugend viele Lebenserfahrungen, hatte schon eine stattliche Anzahl von Liebeleien hinter sich, genoss also sehr intensiv ihre Jugend. Stellte dann wie aus heiterem Himmel den Eltern ihre große Liebe vor, die aber, wie sich bald zeigte, nicht die richtige Wahl war. Ihre ...
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