1. Die Nonne und der Mönch Teil1


    Datum: 09.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... konservativen Eltern waren entsetzt, in dem kleinen Dorf war Lissi plötzlich im Gespräch und zwar im negativen Sinne. Lissi im Kloster anzumelden war mehr oder weniger ein Befehls-oder auch Gewaltakt. Lissi war zuerst schockiert, als sie dann aber die Güte und Erziehung Hildes erfuhr, wurde sie innerlich sehr ausgeglichen.
    
    -Hilde-
    
    Ja Hilde war ganz anders als ihre Glaubensschwestern, sie hatte am eigenen Leib den Verzicht auf eine Liebe zwischen Mann und Frau erfahren, erkannte die Diskrepanz zum natürlichen realen Leben, wollte lange Zeit aus dieser Umgebung ausbrechen, verpasste aber schlicht und einfach den Zeitpunkt. So stellte sie nun die ganze Kraft ihrer Persönlichkeit in die Erziehung ihrer Schülerinnen und die waren ihr sehr dankbar. Sie durchbrach alle Tabus des Ordens, klärte ihre Novizinnen realistisch auf, verschwieg nichts und versuchte allen ihren Schülerinnen zu vermitteln ihrer eigenen Willensentscheidung zu folgen.
    
    Sie tat dies dieses alles feinfühlig ohne jeden Zwang ihrerseits. Ein wichtiger Teil ihrer Erziehung war die Sexualaufklärung, an der bis auf eine Ausnahme, alle Novizinnen teilnahmen. Die Aufklärung orientierte sich vollkommen an der Realität, so das den Schülerinnen neben den medizinischen Ausdrücken auch die Umgangssprachlichen Worte erklärt wurden.
    
    Die konservative Mitglieder des Ordens fanden die Arbeit Hildes obszön und behinderten sie. Zum Glück fand sie einige Mitstreiterinnen die genau auf ihrer Linie mitmachten und sie sich ...
    ... nach und nach auf diesem Gebiet der Erziehung im Gegensatz zum Männerkloster vollkommen durchsetzten. Wenn also ihre Novizinnen im realen Leben mit den jugendlichen aus den Dörfern zusammen trafen, konnten sie sich mit denen im geläufigen Sprachgebrauch unterhalten.
    
    Das nun gerade Hilde mit der Auswahl der Besetzung und der Organisation der Hochalmen beauftragt wurde, war der Hilflosigkeit der Führungen der beiden Klöster zu verdanken, die sich so eine Menge Ärger vom Hals schaffen wollten. Der Abt Heinrich bestand lediglich auf Kontrollen und der Gerichtsbarkeit des Ordens, denen sich auf der Hochalm auch die Frauen unterordnen mussten. Ansonsten war Hilde allein verantwortlich. Es gefiel ihr natürlich nicht das mit der Kontrolle der Tugend und der Gerichtsbarkeit zwei wichtige Teile des alltäglichen Lebens hier oben dem konservativen Teil überlassen wurden, aber einen anderen Kompromiss gab es nicht. Sie war froh überhaupt eine gemischte Bewirtschaftung durchgesetzt zu haben.
    
    -Ankunft auf der Alm-
    
    Nun hatten sie die Alm erreicht und wurden von den dort Anwesenden fünf Arbeitern aus den umliegenden Dörfern, die die Vorarbeiten und den Viehauftrieb erledigt hatten, begrüßt. Vor der Almhütte stand eine große Holzbank und vor der ein ebenfalls großer Holztisch. Die drei standen vor der Hütte und wischten sich den Schweiß von der Stirn. >Setzt euch erst einmal, ihr müsst mächtig erschöpft sein bei dieser Wärme den Berg zu erklimmen.< Der älteste der Arbeiter ging in die ...
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