1. Süße Rache


    Datum: 12.03.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Großbaustelle ab und bei der Übergabe bat ich meinen Chef um eine Unterredung. Ich wollte das Nomadenleben aufgeben und fragte ihn nach Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe meiner Heimatstadt.
    
    Nach einigen Augenblicken des Nachdenkens meinte er, dass er mich um Geduld bittet und nach endgültigem Abschluss des Baus sicher eine neue Aufgabe nach meinen Wünschen hätte. Er ruft mich an und dann können wir reden.
    
    Drei Tage später rief er wirklich an und bat mich zu einem Gespräch in die Zentrale der Firma in unsere Landeshauptstadt. Der Vorschlag war wirklich Klasse. Zunächst eine riesige Baustelle an einer der großen Autobahnen, die mehrspurig ausgebaut werden sollte und danach der Einsatz in der Zentrale in der Planungsabteilung. Die auszubauende Autobahn und der Sitz der Baustellenleitung lag nur rund dreißig Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt und ich konnte täglich von dort fahren. Eigentlich sollte diese Baustelle ein anderer Bauleiter übernehmen, aber da ich nicht mehr weit fahren wollte, hatte man getauscht.
    
    Beginn der Bauarbeiten war in vier Monaten und für die Zwischenzeit reichte mein Urlaub und mein Stundenkonto. Da die Arbeiten an meinem Haus fast abgeschlossen waren, fuhr ich nach "Hause". Der Wagen war beladen und der Rest würde mit einer Spedition geliefert. Für eine höchstens zwei Wochen würde ich in eine kleine Pension ziehen.
    
    Jetzt stand ich also auf dem Hügel und sah auf meine Heimatstadt. Was würde mich erwarten? Wer war noch da von der Truppe? ...
    ... Wie ging es diesem Luder? Ich hoffte, dass sie ihre Strafe schon bekommen hatte. Aber wollte ich wirklich Rache nach so langer Zeit oder nagte in mir immer noch das Verlangen nach dieser Frau. Nach diesem Körper. Aber gab es diesen Körper noch. Oder gab es ihn nur noch in meinen feuchten Träumen. Na, lassen wir uns überraschen oder wie der Kaiser sagt, schauen wir mal.
    
    Langsam fuhr ich in die Stadt, lud mein Auto bis auf den kleinen Koffer mit den notwendigsten Dingen in mein Haus, sah mir die noch zu erledigenden Arbeiten an und fuhr dann in die Pension und machte es mir in meinem Zimmer bequem. Die erste Nacht in meiner alten Heimat verlief in einem tiefen Schaf. Nicht einmal ein Traum. Beim Frühstück fragte ich die Wirtin über die Mitglieder der Truppe aus und erhielt so manche Antwort. Aber über 20 Jahre sind eine lange Zeit und so Manchen hatte es weit weg geweht. Nach Susanne fragte ich nicht.
    
    Die nächsten Tage vergingen und ich begann die schon fertigen Räume meines Hauses nach meinem Geschmack einzurichten und freute mich, dass die Restarbeiten schneller als erwartet beendet wurden. Manchmal ist es gut, wenn der Auftraggeber fast ständig anwesend ist. Hebt doch die Arbeitsmoral erheblich. Am letzten Tag ließ ich einen Kasten Bier springen und saß mit den Arbeitern auf der Terrasse und wir klönten über die Zeit der Jugend. Der Polier, der diesmal auch anwesend war, konnte sich noch an die wilden Zeiten erinnern und auch an Susanne. Jetzt erfuhr ich, dass sie immer ...
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