-
Verlassen und Wiederfinden
Datum: 15.03.2026, Kategorien: Romantisch
... der ich mich sehnte und die in meinen Träumen immer noch die Nummer Eins ist. Manchmal verfluchte ich mich, dass ich so entschieden habe. Als richtig Vorgeschädigter konnte ich einfach nicht aus meiner Haut. Das Bauvorhaben war beendet. Die Prämie super und ich auf dem Wege zu meinen Eltern. Was ich nicht wusste, auch niemals geahnt hatte, war, dass ich schon seit Beginn unter regelmäßiger Beobachtung stand. Janetts Vater war bestens über mich informiert und wusste auch, dass ich zu einem einsamen Wolf geworden war, der sich fast völlig zurückgezogen hat und maximal ein Bordell aufsuchte. Bei meinen Eltern angekommen, ruhte ich mich erst einmal aus und erst jetzt beichteten mir meine Eltern und Onkel Gerd, dem es leider gesundheitlich nicht gut ging, ihr "sündiges" Geheimnis. Auch wenn es nie einen Gentest gab, ist wohl gewiss, dass ich Gerds Sohn bin. Die Affäre, die für die Drei offene Affäre lässt eigentlich keinen anderen Schluss zu, denn in der relevanten Zeit war mein Vater nicht zu Hause. Ich war geschockt, konnte aber jetzt einige Dinge besser einordnen und brauchte lange, um dieses Geständnis zu verarbeiten. Onkel Gerd nahm mich dann zur Seite, sprach offen über sich, meine Eltern und seine Gefühle. Dann bat er mich, in der Firma anzufangen und mich auf die Übernahme vorzubereiten. Lange Zeit bliebe nicht mehr, denn der Krebs zerfrisst ihn. Wie lange er noch die Kraft hat, die doch nicht so kleine Firma zu leiten, weiß er nicht, aber es wird immer ...
... schwerer. Ich brauchte doch noch eine Woche, um mich positiv zu entscheiden. Dafür gab es neben der familiären Komponente auch einen sehr persönlichen Aspekt. Ich war es satt, ständig von einer Großbaustelle zur nächsten zu wandern und wie ein Nomade zu leben. Sicher war da auch der Wunsch nach einer Partnerin, nach einer Frau , nach einer Familie ein gewichtiger Grund. Es wurde Zeit, dass ein Mann mit nunmehr über 40 Jahren zur Ruhe kommt. Als ich meinen Entschluss der Familie bekannt gab, gab es ein kleine Feier und Onkel Gerd zeigte mir auch kurz darauf mein neues Zuhause. Eine kleine, aber feine Villa mit einem schönen Grundstück und ich hätte eigentlich auf sein breites Grinsen aufmerksam sein müssen. Als ich zu meinen Eltern zurück kam, legte meine Mutter mir eine Einladung auf den Tisch, die mich umhaute. "Nils, ich würde mich ungeheuer freuen, wenn du mich zu einem Empfang meiner Eltern anlässlich ihrer Hochzeit begleiten würdest. Der Empfang findet am Sonnabend um 19 Uhr im Hotel SO Vienna statt. Die Brautleute haben sich erlaubt, entsprechende Zimmer für ihre Gäste zu reservieren. Meine Eltern und noch mehr ich und Julius würden sich riesig über eine Zusage freuen. Janett mit Julius" Meine Mutter nahm mich in ihre Arme und drückte mich an sich. "Sie wartet immer noch auf dich. Und du liebst sie doch immer noch. Gib dir einen Ruck und versuch es. Wenn nicht, machst du dir irgendwann Vorwürfe. Wenn es nicht klappt, weißt du auf jeden Fall ...