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Planet der Scharfen 22
Datum: 15.03.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Konsonanten statt der Vokale! Das geht natürlich nicht bei allen Konsonanten gleich gut. Explosivlaute kann man beispielsweise nicht betonen, nur noch härter aussprechen. Verstehen kann ich nur, weil Max übersetzt, was Trich sagt: «Hätten wir gewusst, dass du unsere Sprache verstehst, hätten wir vielleicht ein paar nette Dinge zu dir gesagt. Damals wussten wir ja noch nicht, dass du gleich aussiehst wie Nicole. Vielleicht ist es ganz gut, dass wir nichts gesagt haben. Nicole hätte es uns vielleicht übelgenommen, wenn wir dich eine 'heisse Braut' genannt hätten.» Trach fügt glucksend hinzu: «Oder 'scharfes Biest'.» Robine: «Falls ihr denkt, dass euch Nicole nicht versteht, habt ihr euch geschnitten. Ich stehe mit Max in Verbindung und Max übersetzt laufend, was wir sprechen. Nicole kann sehr wohl verstehen, was ihr Nettes zu mir sagt.» Die beiden Voltaner schlagen ihre Hände vor den Mund, aus dem ein Laut herauskommt, der verdächtig wie unser 'Uuuuuuups!' tönt. Ich stehe auf, umarme die beiden und beruhige sie: «Das ist in Ordnung. Ich bin ja so glücklich, dass ihr unsere Sprache sprecht. Immer auf eine Übersetzung zu warten, ist nicht optimal.» Wir setzen uns wieder an den Tisch und ich entschliesse mich, auch eine Frage zu stellen: «Ich habe lange gezögert, diese Frage zu stellen, weil ich mir vorstellen könnte, dass ihr zur Beantwortung Wörter benötigt, die man nicht im Grundkurs lernt: Warum hat euer Vater gemeint, unser Schiff sei ein alter ...
... Frachter?» Trich meint: «Ich habe eine Vermutung. Vor unserer Zeit gab es mal einen Plan, eine Kolonie zu gründen, also haben unsere Vorfahren Frachter gebaut. Damals waren die Triebwerke noch zu schwach, um mit vernünftigem Aufwand direkt von der Planetenoberfläche in den Raum zu starten. Daher haben sie Landeplätze im Weltraum geplant, für die ich kein Wort in eurer Sprache kenne.» Nun folgt eine längere Diskussion mit Max in der Sprache der Voltaner. Max verzichtet auf eine wörtliche Übersetzung und fasst am Schluss zusammen: «Es geht um eine Orbitalstation, die an einem Seil, Kabel oder Schlauch an der Planetenoberfläche verankert ist. Sie muss pro Tag genau einmal um den Planeten kreisen, was im Fall der Erde eine Höhe von etwa 36.000 Kilometer bedingt. An dem Seil oder im Inneren des Schlauches ist ein Aufzug untergebracht. Solche Weltraumaufzüge tauchen auch in irdischen Zukunftsromanen auf, wurden aber nie gebaut.» Trach ergänzt: «Genau genommen handelte es sich um zwei Projekte, eines für die Orbitalstation und eines für die Frachter. Die alten Berichte lassen erahnen, dass die Station nie fertig wurde, also wurden die Frachter modifiziert, so dass ein teures Antriebsmodul abwechselnd für verschiedene Lastenbehälter verwendet werden konnte.» Trich: «Zusammengekoppelt sahen diese Frachter aus der Ferne in etwa aus wie dein Schiff.» Max weiss zu berichten: «Auf der Erde wurde dieses Prinzip ebenfalls verwendet, zuerst auf dem Wasser, wo Lastkähne von Schleppern ...