1. Charlie 01


    Datum: 23.03.2026, Kategorien: Verführung

    ... etwas Geld. Rick konnte ein paar Arbeiten für Kollegen
    
    nebenbei
    
    machen. Also auch etwas zusätzliches Geld. Es wurde Weihnachten. Silvester kam. Und dann rutschte Rick mit dem Auto gegen einen Baum. Auto Schrott, Rick hatte eine gebrochene Schulter. Und unsere Versicherung trug den Schaden nicht voll weil wir falsche Reifen auf dem Auto hatten. Ab da heulte ich nur noch. Als Rick dann aus dem Krankenhaus kam sah es nur noch düster aus. Er konnte natürlich nicht arbeiten. Und er würde noch über Monate ausfallen. Das hieß auch im Frühjahr würde er keinen Job als Maurer annehmen können.
    
    Doch wir waren verliebt, und wir waren tapfer. Dann starb Herr Lutz.
    
    EINS
    
    Ich sah aus dem Fenster. Ich lag noch im Bett, aber Rick hatte schon die Jalousien hochgezogen. Draußen war es schon hell. Der Frühling kam, es wurde morgens früher hell. Heute schien sogar schon die Sonne.
    
    Es war neun Uhr. Ein Sonntag. Ich brauchte nicht raus zum Zeitung austragen. Also durfte ich noch im Bett bleiben, und Rick brachte mir meinen Kaffee. Wir hatten zusammen geschlafen. Ich genoss noch das warme Gefühl seines Samens in mir. Schon weil wir nicht mehr oft Sex hatten. Es hatte nachgelassen. Rick hatte, na ja, manchmal Probleme mit der Erektion. Vielleicht wegen unserer ganzen finanziellen Probleme, und der Tatsache dass ich zur Zeit alleine vor allem stand. Und er kein bisschen Geld mehr nebenbei anbrachte. Ich verstand es. Also liebte ich es wenn wir dann doch mal zusammen schliefen. Ich war ...
    ... ja nicht sexsüchtig.
    
    Also lag ich im Bett und schlürfte meinen Kaffee. Dann klingelte es an der Wohnungstür. Ich erschrak kurz weil Sonntag war, und es noch relativ früh war. Ich hörte wie Rick zur Tür ging, dann hörte ich Stimmen. Ich stand auf, schlüpfte in eine herumliegende Jogginghose und trat raus ins Wohnzimmer. Rick war nicht alleine da. Der Mann bei ihm war groß und kräftig gebaut. Es war Herr Lutz junior. Er war der Erbe seines Vaters. Und er war auch nett. Als er sich nach allem was passiert war bei uns vorstellte, versprach er uns die selben Konditionen beizubehalten wie sein Vater. Doch Rick konnte noch keine schweren Arbeiten ausführen. Und damit brach doch vieles weg.
    
    ''Guten Morgen, Charlotte. Entschuldige bitte dass ich euch auf einem Sonntag so früh störe.'' Der Mann sah mich an und lächelte. Er war etwa Mitte Fünfzig, sah für das Alter aber jünger aus. Sehr gepflegt.
    
    ''Kein Problem, Herr Lutz.'' Ich lächelte zurück.
    
    Rick hatte ihm einen Kaffee angeboten. Wir setzten uns an den Küchentisch.
    
    ''Also gut, ihr Beiden,'' sagte er dann. ''Ich muss Klartext reden. Mein Vater hat die letzten Jahre schlecht, bis sehr schlecht gewirtschaftet.''
    
    Ich zuckte etwas zusammen. Das sah Herr Lutz und lächelte mir kurz zu.
    
    ''Keine Sorge, Charlotte. Ich versuche immer noch so zu handeln wie mein Vater.''
    
    ''Danke, Herr Lutz.''
    
    Er nickte mir zu, dann auch Rick. ''Ich werde einige Immobilien verkaufen. Es trägt sich einfach nicht mehr. Vater hatte viel ...
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