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Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Koordination -- noch nie hatte er Ähnliches gesehen, weder während seines Studiums noch in den Medien. „So, ihr Lieben. Wir sollten jetzt gut warm und gedehnt sein, um mit der Maloche anzufangen." Er lachte und blickte in die Runde. „Fangen wir mit Bauch- und Rückentraining an!" Er breitete eine Matte auf dem Boden aus, was ihm die anderen Teilnehmer gleichtaten. Nur Maya hatte keine und schien ratlos. Eine ältere Frau meinte, dass sie eine zweite für solche Fälle hätte, aber deren Dimension reichte für die Riesin nicht aus. „Geht schon ohne, vielen Dank!" Sie lächelte auf die untersetzte Rentnerin hinunter, die sich anscheinend mit den Übungen mobilisieren wollte. Die Stimmung und der Zusammenhalt schienen gut zu sein, auch zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Wolfgang forderte Planks, Liegestütze und Lunges, baute im Anschluss einen Parkour auf und teilte seine Teilnehmer in drei verschiedene Gruppen ein, welche deren Leistungsvermögen widerspiegelten. Er sah zu Maya auf, kratzte sich dabei über den Hinterkopf und schüttelte seinen Kopf. „Tut mir leid, Maya. Du bist deine eigene Gruppe. Ich habe keine Vorstellung, auf welche Weise ich dich fordern könnte." Maya hatte kein Problem damit, ging kurz zu Wilma, streichelte und herzte sie, dann stellte sie sich abseits, ging in einen Ausfallschritt und sprintete los. Rasenstücke spritzten unter ihren Schuhen hoch, so stark war ihr Antritt gewesen. Zwanzig riesige Schritte und sie hatte das 160 Meter ...
... lange Rasenstück in weniger als 5 Sekunden gequert. „Wolle! Sorry, aber da sehe ich mir lieber diese Maya an, als bei dir zu schwitzen!", meinte der breitschultrige Junge. Auch der Coach vermochte sich nicht mehr auf sein Programm zu konzentrieren. Seine Partnerin begann in diesem Moment, die von ihr herausgerissenen Rasenstücke einzusammeln und wieder in die Rasennarben zu legen, welche sie verursacht hatte. Sie zeigte Wolfgang eine bedauernde Miene und setzte dann ihr Programm fort. So stellte sie sich gerade hin, kippte mit ausgestrecktem Körper nach vorn, riss im letzten Augenblick ihre Arme vor, drückte sich vom Boden weg und gab der Gegenbewegung so viel Energie mit, dass sie wieder zum Stehen kam. Das vollzog sie zehn Mal, ließ sich beim elften Mal auf den Boden fallen und sprang in horizontaler Lage fast zwei Meter in die Höhe, dabei in die Hände klatschend und die Fußinnenseiten aneinanderdrückend. Liegestütze im schnellen Wechsel auf jeder Hand folgten einem Turn in die Rückenlage. Sie stieß sich kraftvoll ab und kam wieder lässig in einen Stand. In dem Moment, als sie erneut Anlauf nehmen wollte, trat Wolfgang an sie heran. „Äh, Maya?" Der Coach suchte nach den passenden Worten. Er wollte sie auf keinen Fall verunsichern oder gar erzürnen. „Dein Leistungsvermögen in allen Ehren, aber keiner aus der Gruppe will noch mitmachen und die Zaungäste..." Maya stutzte, sah sich um und blickte auf bestimmt 60 Parkbesucher, welche das Rasenstück umstanden und sie ...