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Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... beobachtet hatten. „Oh! Scheiße! Tut mir leid, Wolfgang. Ich mache ganz normal mit, okay?" „Verlange einfach Eintritt und beteilige mich, das würde mir schon reichen." Er lachte und wandte sich wieder an seine Schützlinge. „Kommt schon! Maya hat ein bisschen was gezeigt, in ihrem Kursteil geht es dann richtig los." Die große Frau zeigte sich verlegen, hob entschuldigend ihren Arm und folgte dann den Übungen des Coaches auf dem höchsten Level. Dabei nahm sie leichtfüßig den Parcours, absolvierte die Übungen und zeigte Neugierde an den Mitturnenden. Der breitschultrige Junge blieb dabei hinter ihr und nickte ihr zu, als sie in einer Reihe Aufstellung nahmen. Wolfgang ließ Paare zusammenstellen, wobei Maya aufgrund ihrer Größe erneut außen vor blieb. Sie störte sich nicht weiter daran, sah zu und ging noch einmal zur Dogge hinüber, welche sichtlich interessiert das Treiben der Menschen beobachtete. Zehn Minuten später war Wolfgangs Kurs zu Ende. Er ließ seinen Becher herumgehen, stellte ihn im Anschluss zu seiner Sporttasche und übergab dann an Maya. Vier ältere Herrschaften wollten sich nicht aktiv daran beteiligen, gerne aber ihren Unterricht mit einigem Abstand verfolgen. „Hallo noch einmal." Maya lächelte in die Runde, wandte sich kurz noch einmal zu Wolfgang um und ging dann in einen lockeren Stand. „Für alle, die es vorher noch nicht mitbekommen haben, mein Name ist Maya Klein, ich bin eine Polizeianwärterin, sprich Polizistin in Ausbildung, und ...
... möchte Ihnen ab heute regelmäßig an einem Freitag etwas zeigen, womit Sie sich im Ernstfall selbst Schutz geben können." Sie nickte einer älteren Frau zu, welche sich doch noch entschlossen hatte mitzumachen. „Da mir immer wieder Fragen zu meiner Person gestellt werden, gebe ich gerne eine kurze Zusammenfassung. Ich bin 2,32 m groß, um die 150 Kilogramm schwer und leide an einem Syndrom, welches mir gewisse Gaben verleiht, aber eben auch schwerwiegende Behinderungen mit sich bringt. Fasst man es zusammen, könnte man es auf den Punkt bringen, dass die Welt nicht wirklich für mich gemacht zu sein scheint." Sie hielt kurz inne, sah sich zu Wilma um, dann fuhr sie fort. „Meine Eltern haben mich früh Krav Maga lernen lassen, damit ich meine Kraft dosieren lerne und niemanden verletze. Also eigentlich konträr zu dem, was Sie von mir lernen werden. Denn Sie sollen dann, wenn Sie jemals angegriffen werden, mit aller Entschlossenheit reagieren und sich zur Wehr setzen. Dabei geht es weniger um Kraft, Größe und Geschick, sondern eher um den Willen, sich verteidigen zu wollen und sich nicht von körperlichen Attributen Ihres Gegners einschüchtern zu lassen." Sie nickte wieder der Gruppe zu. „Ich übe diesen Sport seit mehr als zehn Jahren aus und habe viele Menschen getroffen, die durch ihn selbstbewusster, weniger ängstlich und offener anderen gegenübergetreten sind. Durch den Unterricht haben sie nicht nur gelernt, sich im Ernstfall zu verteidigen, sondern auch Gefahrensituationen zu ...