-
Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... hob ihre rechte Hand und ballte diese. Dabei zeigte sie die Haltung ihrer Finger und auch die Position des Handrückens zum Handgelenk und Unterarm. Sie ließ es ihre Schüler nachmachen, korrigierte deren Haltung und freute sich darüber, dass auch Wolfgang Interesse zeigte und mitmachen wollte. Sie nickte ihm zu, dann ging sie wieder nach vorne in Aufstellung. „Ihr seht, ich halte zu Beginn beide Schultern in der Grundstellung gerade. Erst mit dem Schlag drehe ich die linke Schulter und die linke Hüfte mit ein, um maximale Energie zu gewinnen. Auch die Faust dreht sich aus einer senkrechten Haltung in die waagerechte. Genauso mit der rechten Seite. Wir nehmen also eine Grundposition ein und schlagen im Wechsel mit beiden Händen. Ich mache es vor, ihr beobachtet mich dabei, dann versucht ihr es." Sie machte es vor. Langsam, dann immer schneller werdend. Zum Schluss konnte man ihre Bewegung nur noch erahnen. Das Auge war nicht mehr schnell genug, um den Schlag erkennen zu können. „Oh mein Gott!" Eine der jungen Frauen fasste sich an die Stirn. „Das schaut krass aus!" Maya ließ sich nicht stören, schlug eine links, rechts, links Kombination und ging wieder in Aufstellung. „Ihr seid dran. Fangt langsam an, versucht es mit kontrollierten Bewegungen. Passt auf eure Ellenbogen auf. Zieht den Arm genau im richtigen Moment zurück!" Sie ging durch die Reihen, beobachtete, verbesserte, lobte und stellte sich wieder nach vorne. „Ziel ist es bei dieser Technik nicht, dass ihr ...
... immer neue und komplexere Abläufe erlernt, sondern die, welche ich euch zeige, aus dem FF beherrscht. Ihr werdet merken, dass ihr mit der Übung immer schneller werdet und euer Punch härter. Bis zu dem Tag, an dem Oma Hilda einem Mann die Nase bricht, bevor dieser überhaupt begriffen hat, was los ist." Sie lachte. Noch einmal ließ sie jeden zwanzig Schläge mit jeder Seite durchführen und wartete geduldig ab, bis auch die älteren Semester damit geendet hatten. Während die Jüngeren einfach drauflos boxten und häufig von Maya korrigiert werden mussten, versuchten die Älteren erst einmal, die Technik zu verstehen und ein Gefühl dafür zu entwickeln. Es machte ihr Spaß, etwas von ihrem Wissen weiterzugeben, zumal sie dabei weder an die Arbeit noch an Sascha denken musste. Sie zeigte eine weitere Schlagtechnik, half den Leuten bei ihren Übungen, dann gewährte sie ihnen eine Pause. Sie spürte deutlich, dass die Kraft bei den meisten nachgelassen hatte. Dennoch war das Interesse groß und damit auch die Motivation. Auch die Zahl der Zaungäste nahm weiter zu. Wieder war es Kevin, der Maya eine Frage stellen wollte. „Kannst du uns die wichtigsten Techniken mal vorführen, während wir Pause machen?" Er schien jetzt von ihrem Unterricht überzeugt zu sein. „Gerne!", Maya nickte ihm zu. „Warum nicht." Sie stellte sich auf, konzentrierte sich, legte sich im Kopf eine Kombination zurecht und entfesselte dann einen Tornado an Tritten, Schlägen, Kniestößen und Hieben. Ein deutliches ...