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Die Abenteuer der Maya Klein 10
Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... Raunen wurde hörbar, während Maya ihre Technik zeigte. „Das ist so verrückt. Du müsstest auf der ganzen Welt berühmt sein!", stellte Kevin fest. „Warum hat man nie etwas von dir gehört?" „Weil es nicht wichtig ist, Kevin. Ich bin ganz froh, wenn ich meine Ruhe habe und nicht immer angestarrt oder in den Mittelpunkt gerückt werde. Hier bei euch und auch bei der Polizei." Eine ältere Frau blickte sie nachdenklich an. „Sicher nicht einfach mit deiner Größe. Tauschen möchte ich nicht." Maya lächelte. „Danke! Das wird von den meisten ganz gegenteilig eingeschätzt. Schön, wenn das mal anders ist." Eine der jungen Frauen fragte nach. „Entschuldige Maya. Aber wo liegen deine Probleme? Ich verstehe das nicht." Maya erzählte ein wenig aus ihrem Alltag. Von ihrem Kleidungsproblem, den schieren Mengen an Nahrung, welche sie benötigte, den vielen alltäglichen Behinderungen, denen sie unterlag. Sitzflächen reichten nicht aus, Decken waren zu niedrig, Dinge des täglichen Lebens zu klein... Die jungen Frauen lachten, es war offensichtlich, woran sie in diesem Moment dachten. Maya aber war peinlich berührt. Es ärgerte sie, dass man die Vorstellungen der Gruppe in diese Richtung lenkte. Auch wenn der Gedanke naheliegen mochte, verboten es Respekt und Höflichkeit, sich in diese Richtung zu äußern. Zumindest wünschte sie sich das. Es war Wolfgang, der in diesem Moment Klartext sprach. „Ich bitte euch, Maya gegenüber anständig zu bleiben. Ich bin froh, dass ich sie für ...
... uns gewinnen konnte, und sollte jemand sich auf ihre Kosten amüsieren wollen, hat er bei uns nichts mehr verloren." Die Frauen zeigten sich schockiert. Wahrscheinlich hatten sie erst jetzt mitbekommen, dass die große Frau nicht wirklich amüsiert auf ihre Andeutung reagiert hatte. „Entschuldigung. Sorry Maya. Wir wollen dich wirklich nicht verärgern. War Scheiße!" Maya ließ es gut sein und forderte die Gruppe auf, wieder Aufstellung zu nehmen. Sie zeigte dieses Mal einen Kniestoß, wiederholte die Bewegung aus verschiedenen Betrachtungswinkeln und ließ einen älteren Herrn die Bewegung nachahmen und führte ihn dabei. So handhabte sie es auch bei ihren anderen Schülern. Jeder bekam die Bewegung gezeigt, sollte sie noch einmal unter ihrer Aufsicht wiederholen, dann wandte sie sich dem Nächsten zu. Sie überzog den Unterricht um zehn Minuten, erzählte etwas zu den verschiedenen Techniken und auch, wie die nächsten Stunden ihres Kurses aussehen sollten. Die Leute standen um sie herum, lauschten ihren Ausführungen und klatschten, als sie von der Riesin verabschiedet wurden. Jeder wollte ihr persönlich Aufwiedersehen sagen, und so wurde Maya gedrückt und geküsst, wobei eine der älteren Damen die Pistole unter Mayas linker Achsel entdeckte. So musste sie sich auch hier erklären und den Leuten vermitteln, dass man sie jederzeit zu einem Einsatz rufen konnte, in welchem es um jede Sekunde ging. „Stört euch bitte nicht an der Waffe. Ich trage was drüber, ihr bekommt sie nicht zu ...