1. Die Abenteuer der Maya Klein 10


    Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... mit Taschentüchern, welche er extra bereitgelegt hatte, und kam dann zu ihr zurück, um seinen Kopf auf ihren ausgestreckten linken Arm zu betten.
    
    „Das war nötig", stöhnte Maya und drehte ihr Gesicht in seine Richtung. Ein sanfter Kuss, dann streichelte sie mit ihrer rechten Hand über sein Gesicht. Wie hübsch und charismatisch es war. Man konnte sich als Frau darin verlieren. So ließ sie ihre Finger vorsichtig über seine markante Wange streicheln, dann über den Nasenrücken und die Lippen.
    
    „Wir streiten nicht, okay? Keine Polizei, keine Lerngruppe!" Seine Züge waren ernst.
    
    Maya überlegte kurz, dann nickte sie. Auch sie brauchte Qualitätszeit mit ihm, unbedingt. „Okay!"
    
    „Wie war das Training?", wollte Sascha von ihr wissen. „Wie ist dieser Coach drauf?"
    
    „Gut. Er kann mit den Leuten umgehen und unterstützt mich auch bei meiner Stunde. Er hat sogar bei den Übungen mitgemacht. Ich habe 105 Flocken verdient. Das war irre."
    
    Sascha schüttelte seinen Kopf. „Das kriege ich beim Pizzadienst an einem ganzen Abend nicht. Ich kann es drehen, wie ich will, aber aus der Bude bei meinen Eltern komme ich nicht so schnell raus. Ist finanztechnisch einfach nicht drin."
    
    Maya hob ihre im Vergleich zu seinem Körper riesige Hand über seine rechte Hüfte und legte sie darauf ab. „Ich kann sie mir aber bald leisten. Halte durch! Wir suchen uns was richtig Schönes."
    
    Ein Lächeln huschte über Saschas Gesicht, mehr kam von seiner Seite nicht zurück. Die Vorstellung, mit ihr ...
    ... zusammenzuziehen, schien ihn nicht zu begeistern. Vielleicht fühlte es sich zu eng für ihn an? Immerhin waren sie noch kein ganzes Jahr zusammen.
    
    Sie wollte es gut sein lassen. Nicht sofort wieder streiten. Wurde die Beziehung zwischen ihnen noch komplizierter, würden sie wohl zwangsweise auseinanderdriften. Dennoch fühlte es sich angestrengt zwischen ihnen beiden an, und sie war sich nicht sicher, ob das so sein durfte.
    
    „Wie war deine Woche, Süßer? Hast du was erlebt, oder war nur Lernstress?"
    
    Sascha hielt die Augen geschlossen, während er ihr antwortete. „War eigentlich ganz okay. Gestern war ich auf einer Unifete. Man kann über die Studis ja denken, was man möchte, aber feiern können sie. Das ging echt anders ab."
    
    „Mit wem warst du dort?" Sie wollte ihrer Frage einen beiläufigen Beiklang geben, doch sofort war der Name Margarethe in ihrem Kopf.
    
    „Tom hat mich mitgenommen. Sein älterer Bruder studiert Maschinenbau. Kluger Kopf, aber total verrückt. Er hat uns für morgen zu einem kleinen Metal-Konzert eingeladen. Hättest du Bock?"
    
    Natürlich war sie einverstanden. Alles, was half, damit zwischen ihnen Ruhe einkehrte.
    
    Sie aßen noch mit Sandra zusammen Abendbrot, im Anschluss fuhren sie nach Dortmund zurück. Sascha erzählte Maya von seinem Plan, International Business zu studieren. Er wurde schon sehr konkret dabei. Er hatte ein paar Lehrstühle im Ruhrgebiet gefunden und schien zumindest in ihrer Nähe bleiben zu wollen.
    
    „Wird ein seltsames Gespann, wenn ich dann ...
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