1. Die Abenteuer der Maya Klein 10


    Datum: 24.03.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... meinen Bachelor habe. Ich werde Kaufmann, du gehst als Polizistin auf Verbrecherjagd." Er lachte. „So wird uns bestimmt nicht langweilig."
    
    „Can hat gefragt, ob wir uns bei dir später treffen", unterbrach sie ihn.
    
    „Klar! Bringt er Jeane mit?" Sascha sah sie fragend an.
    
    Maya verneinte. „Sie ist schon auf Tour. Wahrscheinlich der Grund, warum ihm die Decke auf den Kopf fällt. Scheint zwischen den beiden perfekt zu laufen. Das hätte ich nie für möglich gehalten."
    
    „Warum?" Sascha sah zu ihr rüber. „Er hat doch genügend rumprobiert, um die Richtige zu finden. Irgendwann erwischt es jeden, heißt es doch. Sieht man doch auch bei uns oder Manne. Hevi ist weg, da kommt die nächste Orientalin und schnappt sich ihn. Dem fällt noch die Nudel ab, so oft muss er ran. Diese Fatima hat bis jetzt jede Nacht bei ihm geschlafen."
    
    „Will er auch kommen?", fragte Maya gespannt.
    
    „Wahrscheinlich schon, aber sie gehen heute was mit Freunden von ihr essen." Er sah kurz zu ihr rüber, dann blickte er sich zur anderen Seite um und wechselte die Spur, um einen Lkw zu überholen. „Kommst du einigermaßen zur Ruhe nach der Geschichte? Ich weiß, wir wollten eigentlich nicht darüber sprechen."
    
    Maya wusste sofort, worauf er hinauswollte. Auch sie dachte immer wieder an die Männer und Frauen vom Folterhof, wie das Gehöft in den Medien genannt wurde.
    
    „Genau das ist mein Problem, Schatz. Ich komme zu gut damit klar. Mir fehlt da jegliche Reue. Das ist das, was mich beschäftigt hält. Diese ...
    ... Menschen getötet zu haben, fühlt sich richtig für mich an."
    
    Sascha wechselte zurück auf die Normalspur und legte anschließend seine Rechte über ihren linken Oberschenkel. „Vielleicht, weil es so klar ist? Ich habe mir das im Fernsehen angesehen. Die haben die Verbrecher genau analysiert. Der Besitzer des Hofs muss ein pathologischer Sadist gewesen sein. Der hätte eigentlich in eine geschlossene Anstalt gehört, zusammen mit den Schlägern, welche du übrig gelassen hast. Wer weiß, wie viele Menschen sie noch gequält und anschließend getötet hätten."
    
    „Hätte? Ich finde, er gehört dort hin." Maya erinnerte sich noch deutlich an das Gesicht des Mannes. Er war eigentlich ganz attraktiv gewesen. Doch wie sollte ein Mensch aussehen, der zu so etwas imstande war? Sie seufzte. Solch ein Verlangen einem Menschen nicht anzusehen, bereitete ihr Angst.
    
    „Hast du nicht gehört?" Sascha sah sie erstaunt an. „Die haben ihn im Knast umgelegt, und auch seine Mutter ist bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht getötet worden. Da lagen nur wenige Stunden dazwischen. Scheint sich jemand späte Genugtuung verschafft zu haben."
    
    „Weiß man, wer?" Maya fühlte, wie ihr ganzer Bauch in Aufregung geriet.
    
    „Es kamen mehrere Personen infrage. Bisher blieben die Ermittlungen erfolglos. Ich habe mir die Kommentare im Blog ‚Neues aus Köln' angesehen. Die glauben ja, dass der Meißner mit Absicht in das Gefängnis verfrachtet worden ist. Der sollte da gar nicht lebend rauskommen. Und wenn man dann noch den ...
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