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Im Gebirge
Datum: 28.03.2026, Kategorien: CMNF
... parkte es vorsichtig aus. Auf dem Beschleunigungsstreifen angekommen trat sie etwas stärker aufs Gas. Das Auto beschleunigte sehr stark und drückte beide in die Sitze. „Fährst du sonst Formel 1?“, fragte Michael, um die Angst, die langsam in ihm aufstieg, zu überspielen. „Sollte ich machen. Das ist ja richtig geil!“, meinte Pia und drückte noch mehr aufs Gas. Wie abgesprochen weckte sie ihn gegen halb eins, um selbst noch etwas zu schlafen. Michael holte sich an einer Tankstelle einen Kaffee und setzte sich hinters Lenkrad. Pia legte sich neben ihn auf den Sitz und schlief fast augenblicklich ein. Am Morgen holte er beim letzten Bäcker vor dem Berg etwas zum Frühstück. Pia schlief noch immer. Sachte griff er ihren Arm und weckte sie. „Aufwachen, Dornröschen.“ „Wenn du keinen Kaffee hast, schlafe ich weiter.“ Michael hielt Pia einen Kaffee unter die Nase und sie wurde augenblicklich hellwach. Geplant war ein leichter Aufstieg. Sie tauschten also nur ihre Straßenschuhe gegen Wanderschuhe, nahmen ihre Rucksäcke und gingen los. Pia lief vor Michael, der darüber staunte, wie sie nach oben lief, als wäre es das Normalste der Welt. Ihre Ausdauer schien unbegrenzt. Trotz mangelnder Übung schien sie trittsicher, während sie die kleineren Pfade emporstieg. Öfters musste er um kleine Pausen bitten oder sie ermahnen, dass sie doch bitte etwas langsamer lief. Gegen 12 Uhr erreichten sie die Hütte. „Ich sterbe vor Hunger“, meinte Pia und setzte sich an einen ...
... Tisch. „Ich auch“, entgegnete Michael. „Ich bin kurz davor, gleich zwei Gerichte zu bestellen.“ „Zum Glück sind wir hier rechtzeitig angekommen, ansonsten hättest du mich noch vernascht“, meinte Pia zwinkernd. Anscheinend waren ihr die Blicke, die er von hinten auf sie geworfen hatte, nicht entgangen. Sie aßen, holten ihre Schlüssel ab und gingen auf ihr Zimmer. Es war ein kleines Zimmer mit zwei Betten. Pia ließ sich sofort auf eins fallen und schlief ein. Auch Michael war erschöpft und legte sich hin. Gegen 15 Uhr erwachte er. Pia schlief noch. Sie lag auf der Seite, zu seinem Bett geneigt, die Bettdecke lag wie nebensächlich auf ihren Beinen. Auch Pia öffnete ihre Augen. „Wie lange schaust du mich schon so an?“ „Seit du eingeschlafen bist. Ich liebe es, jungen Frauen beim Schlafen zuzusehen, während ich dabei fast einschlafe.“ Sie stand auf, ging zu ihrem Rucksack und holte ein Handtuch und Seife daraus. „Ich gehe duschen.“, sagte sie und ging. In der Dusche angekommen zog sie sich aus und stellte sich unter den warmen Wasserstrahl. Michael schien wirklich Interesse an mehr zu haben. Aber wie sah es bei ihr selbst aus? Sie verstanden sich gut. Irgendwas schien zwischen ihnen zu sein. Aber mehr? Sie schäumte sich ein. Warum eigentlich nicht? Sie hatte sich vorgenommen, im Studium alle möglichen Erfahrungen mitzunehmen. Warum es also nicht mit Michael probieren, wo sie doch sowieso schon ein Faible für solche Männer hatte. Vorerst wollte sie ihn ...