1. James und Esme 04


    Datum: 13.04.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... auftauchte. Und wie auch bei Frau Riemann niemand an die Tür kam. Ich klingelte sofort wieder.
    
    ''Esmeralda,'' sagte Frank und lächelte.
    
    ''Tür zugefallen.'' Mehr wollte ich nicht sagen.
    
    Er lachte. ''Zugluft. Keinen Schlüssel unter der Matte.''
    
    Ich starrte ihn an. Groß und mächtig. Er trug Shorts und ein T-Shirt. Ein schwerer Mann.
    
    ''Aber bei Frau Riemann.''
    
    Er nickte. ''Doch heute ist Mittwoch, oder Esmeralda?''
    
    Ich nickte auch. ''Ja, und?'' Schon als ich es ausgesprochen hatte, fiel es mir selber ein. Mittwochs traf sich die gute alte Frau Riemann immer mit noch älteren Damen zum Kaffeeklatsch.Fuck!
    
    Frank lachte mich an. Starrte mich an. Dann betraten zwei fremde Männer den Hausflur. Ich schnaufte leise auf. Und die beiden Männer starrten auch. Kein Wunder. Mein Morgenmantel... kurz halt. Und dünn.Fuck!
    
    ''Was steht denn hier so herum?'' fragte einer der Männer grinsend.
    
    ''Meine wunderbare Nachbarin,'' sagte Frank. ''Esmeralda.''
    
    ''Ein schöner Name für eine wunderschöne junge Dame.'' Der Mann lächelte mich an. Er war kleiner und dünner als Frank, aber das war kein Wunder bei einem fast zwei Meter Hünen mit hundert Kilo.
    
    Frank lachte. ''Esme. Das sind Mike und Tom. Zwei gute alte Freunde von mir.''
    
    ''Hm.'' Was sollte ich sagen. Ich stand mit nichts als einem Morgenmantel an vor einer Tür die nicht aufging. Also einer zweiten Tür die nicht aufging.
    
    ''Was ist los?'' fragte der andere Mann. Auch groß und kräftig.
    
    ''Esme ist die ...
    ... Wohnungstür zugeknallt. Und die Dame wo ihr Schlüssel hinterlegt ist, ist unterwegs.''
    
    ''Das ist dumm.''
    
    Wusste ich selber.
    
    ''Willst du James von mir aus anrufen, Esme?'' fragte Frank.
    
    James hatte einen wichtigen Termin. In Paderborn. Ich schüttelte den Kopf. Bevor er hier war, da war auch Frau Riemann wieder da.
    
    ''Oder den Schlüsseldienst?''
    
    Ich schnaufte. ''Ja.''
    
    ''Dann viel Erfolg,'' sagte der kleinere der Männer. Wohl der Mike.
    
    Ich sah ihn an. Fragend.
    
    Er zuckte die Schultern. ''Als ich vor kurzem einen Schlüsseldienst brauchte musste ich fast drei Stunden warten.''
    
    Fuck!! ''Oh Mann.''
    
    Frank seufzte. ''Willst du solange bei euch auf der Fußmatte warten? Oder bei mir, Esme?''
    
    Ich sah ihn an. Dann seine beiden Kumpels. Und ich dachte an meinen Aufzug. Lieber auf der Fußmatte.
    
    ''Na dann komm. Telefonier erstmal. Vielleicht machen die beim Schlüsseldienst einen Notfall raus.''
    
    Dieser Tom grinste. ''Du kannst ja ein Bild von dir hinschicken, Esmeralda. Dann kommen sie mit Sicherheit sofort.''
    
    ''Was ja für uns schon fast schade wäre,'' meinte der Mike und lächelte.
    
    Ich seufzte. ''Okay.''
    
    Franks Wohnung war wie unsere geschnitten, die selbe Raumaufteilung. Nur eben eine andere Aussicht. Aber auch eine Dachterrasse. Auf der saßen die Männer gerade während ich dem Schlüsseldienst erreichen wollte. Es gab drei Stück in der Stadt. Aber, wie es so war, niemand ging ran. Bei einem nur der AB der mir mitteilte dass es keinen Notfalldienst mehr ...
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