1. Die Schatten der Nacht (03)


    Datum: 21.04.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... raunte Jan dem Kellner zu, seine Stimme war erfüllt von schelmischer Komplizenschaft, „ich hätte da eine kleine Bitte. Wenn du gleich die Rechnung bringst... dann sag der Dame da drüben doch, dass du dir ein ganz besonderes Trinkgeld wünschen sollst." Er legte eine vielsagende Pause ein, ließ seine Augen kurz zu Tina wandern, die am Tisch zurückgeblieben war. „Erklär ihr, dass es mit mir vereinbart ist. Dann wird sie sich nicht zieren. Sie ist... nun ja, sehr entgegenkommend, wenn man sie richtig darum bittet. Du verstehst schon." Jan zuckte mit den Achseln, als sei es die normalste Sache der Welt, und ein schmieriges Grinsen zierte sein Gesicht. Er wusste, dass der Kellner ihn verstanden hatte, dass die implizite Drohung und das Versprechen einer sexuellen Belohnung an Tina deutlich angekommen waren.
    
    Bevor der Kellner antworten konnte, eilte Jan weiter, nicht ohne einen Blick zu Tom, der an der Bar lehnte. Ein schneller, unauffälliger Blickwechsel. Tom nickte leicht, ein Zeichen des Verständnisses. Jan tippte sich kurz an den Kopf, eine Geste, die Tom signalisierte, schon einmal vorzulaufen, alles in seiner Wohnung vorzubereiten und sich zu verstecken, um Tinas Ankunft später zu einer noch größeren Überraschung zu machen. Jan würde auf dem Weg zur Toilette noch etwas Zeit schinden, um sicherzustellen, dass Tom genügend Vorsprung hatte.
    
    Tina, die sich kaum zu rühren wagte, hatte Jans leises Gespräch mit dem Kellner mitbekommen, die Worte waren jedoch zu leise ...
    ... gewesen, um sie zu verstehen. Aber sie sah das Zwinkern, das Grinsen des Kellners, die Art, wie Jan mit der Hand auf seinen Rücken klopfte -- es war eine weitere Bestätigung ihrer Erniedrigung. Das hatte er so arrangiert. Er hatte sie zum Objekt eines Gesprächs gemacht.
    
    Der Kellner, nun mit einem noch breiteren Grinsen im Gesicht, wandte sich von Jan ab. Tina, ihre Hand klammerte sich immer noch ans leere Aperolglas, versuchte, seine Aufmerksamkeit zu erregen. Sie hob zögernd die Hand, ein kleines, fast flehentliches Winken. Sie wollte zahlen, sie wollte diesen Ort verlassen, sie wollte einfach nur, dass dieser Albtraum endete. Doch der Kellner reagierte nicht. Er blieb stehen, sein Blick schweifte langsam durch den Raum, als würde er sich vergewissern, dass auch wirklich jeder Gast Tina in ihrem Zustand bemerkt hatte. Er ließ sie weiter die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ihr hochgeschobener Rock, der sichtbare Spitzenslip, ihre glühenden Wangen und ihr verzweifelter Blick -- alles war ein Teil der Show, die Jan inszeniert hatte und die der Kellner mit Genuss verlängerte.
    
    Tina fühlte sich wie in einem Schaufenster. Jede Sekunde, in der der Kellner sie ignorierte, zog sich ins Unendliche. Die Blicke der anderen bohrten sich in sie, und sie spürte, wie sie unter der Last dieser öffentlichen Ausstellung zu zerbrechen drohte. Endlich, nach Minuten, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, begann der Kellner, sich langsam auf ihren Tisch zuzubewegen. Er ging bedächtig, ein ...
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