1. Die Masseurin


    Datum: 24.04.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    Die Masseurin
    
    Sitzungen sind Gift für den Rücken - das weiss ich schon lange und deshalb meide ich diese wo immer ich fehlen darf. Doch letzte Woche musste ich drei Tage lang dabei sein, denn es ging um viel Substanzielles und die Sessionen waren lang: morgens Sitzung von 9-12 Uhr, nachmittags von 14-18 Uhr.
    
    Die Schmerzen kündigten sich schon am ersten Tag an, verstärkten sich am zweiten und nach dem Mittagessen nahm ich eine Schmerztablette zu mir.
    
    Am selben Nachmittag fiel mir die Protokollführerin auf, wie sie sich streckte und dehnte und dabei kurz ein schmerzbefallenes Gesicht zu verstecken suchte: Die hat's wohl auch, dachte ich mir.
    
    Erst jetzt schaute ich sie mir etwas genauer an, denn sie sass mir direkt gegenüber und ich konnte ihre schönen Beine und ihre wohlgeformten Schenkel gut sehen. Ich schätzte die Frau auf etwa 45 Jahre. Sie hatte ein volles und ausgeglichen schönes Gesicht und kaum Falten. Ihre Lippen waren voll und dezent rot gefärbt. Ihre Hände sah ich hinter dem Laptop nicht richtig, bemerkte aber rote Fingernägel. Ihr Körper war ausgeglichen schön und sie strahlte eine wohltuende Reife aus. Ihre Oberweite konnte ich von meinem Platz direkt gegenüber nicht richtig beurteilen, doch schien sie unter ihrer Bluse doch zwei schöne Brüste zu verstecken.
    
    Die Arbeit frass uns auf und weitere Beobachtungen verboten sich daher. Beim Abendessen setzte sich genau diese Frau zu mir an meinem Tisch vis-à-vis, genauso wie im Sitzungszimmer, nur viel ...
    ... näher. War ich ihr aufgefallen und wenn ja, weswegen? Es ergab sich ein gutes und persönliches Gespräch und die Sympathien waren gegenseitig spürbar. Nach dem Essen streckte ich mich und sagte: «Kommen Sie rüber in den Salon, dort hat es angenehme Sessel. Ich habe Rückenschmerzen.» Sie folgte mir und stöckelte hinter mir her. Im Salon legte sie ihre schönen Beine elegant übereinander, zog den Jupe etwas hoch und liess mich schauen. Sie gefiel mir von Minute zu Minute besser und meine Gedanken begannen «zu surfen».
    
    «Haben Sie immer noch Rückenschmerzen?» fragte sie schüchtern. «Und wie! Aber in der Gesellschaft mit einer so reizvollen Dame wie Sie halte ich es schon noch eine Weile hier aus.» Wir prosteten einander zu und sprachen über Belangloses.
    
    Plötzlich lehnte sie sich nach vorne, verdeckte dabei mit einer Hand ihren Blusenausschnitt und sagte leise: «Vielleicht kann ich Ihnen gegen Ihre Schmerzen helfen, denn ich war einmal Masseurin und ich kenne mich aus. Nicht dass Sie jetzt aber ein zweideutiges Angebot erwarten. Ich war keine Masseuse im Rotlichtviertel! Ich möchte Ihnen nur einen gesundheitlichen Gefallen erweisen.»
    
    Einen Moment lang musste ich mich fassen und dann sagte ich schmunzelnd «Ich tue und erleide alles, wenn nur diese scheusslichen Schmerzen weggehen!»
    
    Das Einverständnis war klar. Wir tranken unsere Gläser aus und begaben uns zu den Zimmern. «Welche Nummer haben Sie, ich komme in 20 Minuten zu Ihnen» flüsterte sie mir kaum hörbar zu. «Duschen Sie ...
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