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Vom Fitnesstrainer erweckt
Datum: 07.05.2026, Kategorien: Ehebruch
... sich über die Größe ihrer Kabine. Sie nickte, lachte, spielte mit dem Besteck. Und dachte an ihn. An seine Hände. An seine Nähe beim Training. An seinen Blick. An sein Lächeln, als er gefragt hatte: "Morgen wieder?" An ihre eigene Stimme, die "Mal sehen" gesagt hatte - obwohl sie längst wusste, dass sie längst wieder wollte. Sie erwischte sich dabei, wie sie an ihrem Weinglas roch. Der Duft erinnerte sie an ihn. Frisch, leicht herb. Und plötzlich war sie wieder in der Trainingshalle. Sein Atem hinter ihr. Seine Finger an ihrer Hüfte. "Du denkst schon wieder an deinen Trainer, oder?" Melanie grinste sie an, eine Gabel Pasta in der Hand. "Wie war das heute Morgen? Nur Sport, oder hast du schon die Anmeldung zum Ehebruch ausgefüllt?" Sie verdrehte die Augen. "Blödsinn." "Na klar. Deswegen hast du auch seit zehn Minuten nichts gesagt und lächelst in dein Glas, als wär's sein Hintern." Die anderen hörten es nicht, waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber sie wurde rot. Fühlte es genau. Melanie zwinkerte nur. "Ist doch okay. Ich find ihn auch heiß." Sie sagte nichts mehr. Denn alles, was sie hätte sagen können, wäre gelogen gewesen Später in der Anytime Bar. Die Musik war angenehm. Nicht zu laut. Die Lichter gedämpft, das Meer draußen nur noch eine schwarze Fläche. Sie hatte einen Drink in der Hand, aber nippte nur gelegentlich daran. Ihr Blick war zur Tür gerichtet. Immer wieder. Jedes Mal, wenn sie sich öffnete. Zweimal ...
... enttäuscht. Dreimal gleichgültig. Einmal hoffnungsvoll - dann doch nur ein Kellner. Sandra und Tanja gingen früher. Müde, leicht beschwipst. Nur Melanie blieb. Sie sagte nichts, aber beobachtete. Und dann - kam er. Miguel trat ein, in dunklem Hemd, leicht offen. Die Haare offen, leicht feucht vom Duschen. Locker. Elegant. Selbstsicher. Und wie aus einer anderen Welt. Aber er kam nicht zu ihr. Er blieb stehen - bei einer kleinen Gruppe junger Frauen. Vielleicht Mitte zwanzig. Sportlich. Laut. Lachend. Er unterhielt sich. Lächelte. Berührte eine von ihnen kurz am Arm. Etwas stach in ihr. Unerwartet. Unangenehm. Eifersucht. Sie wollte es nicht fühlen. Hatte kein Recht dazu. Aber es war da. Wie ein Schatten, der plötzlich auf ihr Herz fiel. Sie drehte sich weg. Sagte nichts. Versuchte zu wirken, als wäre alles gut. Und dann - war er da. "Guten Abend." Seine Stimme war leise. Nur für sie. Sie drehte sich um - und alles, was eben noch in ihr brannte, war wie weggeblasen. Er sah nur sie an. Nicht Melanie. Nicht die Gruppe. Nur sie. Melanie stand auf, grinste. "Ich geh ins Bett. Viel Spaß beim Tanzen, du Sportskanone." Sie wollte protestieren, aber Melanie war schon weg. Er holte zwei Drinks. Fragte nicht einmal, was sie wollte - und traf doch genau ihren Geschmack. Dann tanzten sie. Nah. Nicht aufdringlich. Aber auch nicht zufällig. Er hatte eine Hand an ihrer Hüfte, ließ sie dort. Sicher, ruhig. Sie ließ es zu. Mehr noch: Sie wollte ...