1. Vom Fitnesstrainer erweckt


    Datum: 07.05.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... konnte.
    
    Miguel war schon da.
    
    Er stand an einem der Geräte, bückte sich, stellte Gewichte ein. Schwarze Shorts, graues Tanktop, lange Haare locker zurückgebunden. Als er sich aufrichtete und sie sah, hob er die Hand und lächelte. Nicht gespielt. Nicht antrainiert. Einfach echt.
    
    "Guten Morgen."
    
    Seine Stimme war weich. Ein dunkler Klang, der sich wie warmes Wasser über ihren Rücken legte.
    
    Sie lächelte zurück. "Guten Morgen."
    
    Sie hasste, wie unsicher sie klang.
    
    "Bereit?"
    
    Sie nickte, atmete tief durch.
    
    Er ging das Training ruhig an. Dehnen. Mobilität. Leichtes Aufwärmen am Gerät. Seine Anweisungen waren klar, freundlich, aber direkt. Nie zu viel. Nie zu wenig. Er behandelte sie nicht wie eine Anfängerin - aber auch nicht wie eine, die alles kann.
    
    Er beobachtete sie. Genau. Fast zu genau.
    
    "Gut...", sagte er nach der dritten Übung. "Lass die Schultern tiefer. Hier - darf ich?"
    
    Er trat näher. Seine Hand berührte ihre Schulter, leicht, aber bestimmt. Führte sie sanft nach unten, korrigierte ihre Haltung. Sie fröstelte. Trotz der Wärme.
    
    "Besser", sagte er ruhig, und ließ los.
    
    Sie nickte. Spürte ihren Atem. Ihren Puls. Ihre Hüften.
    
    Als sie sich zur Seite drehte, spürte sie den leichten Druck ihrer Leggings - und wusste plötzlich, wie eng sie wirklich war. Wie klar sich ihr Körper darin abzeichnete. War das Absicht gewesen? Für ihn? Oder für sich selbst?
    
    Bei der nächsten Übung stand er hinter ihr, korrigierte die Beinstellung. Wieder nur ...
    ... ein Moment. Wieder nichts Übertriebenes.
    
    Aber sie roch ihn. Spürte ihn. Und dachte nicht an Kalorien.
    
    Er trat zur Seite. Lächelte. "Du machst das gut."
    
    Sie erwiderte das Lächeln, nervös. "Ich geb mir Mühe."
    
    Er sah sie an. Für einen Moment zu lange.
    
    "Ich merke das."
    
    Und da war es. Das Knistern. Nicht laut. Nicht deutlich. Aber klar spürbar. Wie Strom in der Luft, kurz bevor ein Gewitter aufzieht.
    
    Sie ging weiter durch die Übungen. Spürte ihre Muskeln. Ihre Unsicherheit. Aber auch etwas anderes: das Bedürfnis, gut auszusehen. Für ihn. Stark, konzentriert, lebendig.
    
    Und immer wieder: Seine Hände. Seine Stimme. Seine Nähe.
    
    Als die Stunde vorbei war, reichte er ihr ein Handtuch. Sie nahm es, ihre Finger berührten sich - nur kurz.
    
    Aber lange genug.
    
    Er nickte. Ruhig. Aber sein Blick hielt den ihren fest. Für einen Moment zu lang.
    
    Sie drehte sich um und verließ den Raum mit zitternden Beinen. Nicht vom Training.
    
    Der Abend war warm, auch auf dem Schiff. Sie trug ein schlichtes Sommerkleid - leicht, aber weich anliegend. Weiß mit kleinen blauen Blumen. Es hatte Taschen. Das mochte sie. Und es fühlte sich... gut an. Frei. Wie sie selbst in diesen Tagen. Oder wie sie es vielleicht gerne wäre.
    
    Sie saßen im Restaurant, an ihrem Tisch am Fenster, das Meer funkelte im Zwielicht. Die Gespräche waren laut, durcheinander, wie immer bei den Mädels. Melanie lachte über einen Barkeeper, Tanja erzählte von einem missglückten Massagetermin, Sandra beschwerte ...
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