1. Die einsame Highland Farm - November 2024


    Datum: 17.05.2026, Kategorien: Romantisch

    Die einsame Highland Farm (7)
    
    © JoeMo1619, November 2024 ff.
    
    (7) August bis November 2024
    
    Arbeit, Arbeit und noch einmal Arbeit. Die kleine Community der Durran Estate war zum Ende des verregneten Sommers so sehr mit Arbeit beschäftigt, dass nur wenig Zeit für Gemeinsamkeiten übrig blieb.
    
    Andrew war zu Beginn der Jagdsaison mit Helligkeitsphasen von sechszehn Stunden und mehr nahezu ständig auf der Estate unterwegs, teilweise in Begleitung von Mary. Ludmilla, Ekatarina und Gwen schufteten wie die Berserker, da nach dem Ende der Sommerferien der Pie- und Fleischverkauf weiter zunahm, so dass Walter und John häufig mitarbeiten mussten. Ilja und Marja nutzten die lange Helligkeit für tägliche 11-12 Schichtstunden pro Tag und machten damit gewaltige Baufortschritte. Und Vicky gewährleistete "ihren" Kindern eine Ganztagsbetreuung.
    
    "Mir gefällt das nicht, dass wir nur noch in kleinen Gruppen zum täglichen Lunch oder zum Abendessen zusammenkommen", monierte Mary. "Meist sind es weniger als die Hälfte unserer Estate-Gemeinschaft, die sich hier am Esstisch versammelt. Und abends sind alle so müde und abgekämpft, dass sie nur noch in ihre Betten fallen."
    
    Ich nickte zustimmend, denn über die letzten sechs Frühlings- und Sommermonate hatte die gemeinsame Aufbauarbeit so sehr unseren Alltag in Beschlag genommen, dass alles andere zu kurz kam. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir feste Daten und Zeiten einführen, um losgelöst von der Arbeit entspannt zusammenzukommen und ...
    ... wieder mehr Gemeinschaft werden", ergänzte ich.
    
    "Und wie?" Mary lachte mich an. "Wir sind nicht mehr bei der Army, wo der Dienstplan den Tagesablauf diktierte."
    
    "Der Vergleich ist gar nicht so schlecht", brummte ich. Auch wenn ich einer der wenigen Durran-Bewohner war, der nie bei der Army war. "Wir brauchen in der Tat eine Lebens- und Arbeitsstruktur. Sonst machen wir uns alle kaputt. Und am Ende zerstören wir damit, was wir so hoffnungsvoll angefangen haben."
    
    "Und wie?" Mary setzte nach.
    
    "Ganz einfach. Die Wettervorhersage für Freitag ist gut. Warm, sonnig, aber leichter Wind, der die Midgets am Boden hält. Ich organisiere einen Grillabend für alle. Und auf dem können wir offen diskutieren, wie wir uns in Zukunft miteinander organisieren."
    
    "Gute Idee. Dann kümmere Dich mal drum. Wenn Du was brauchst, sage Bescheid." Mit diesen Worten erhob sich Mary, um sich wieder um Rot- und Niederwild sowie die Fleischversorgung unserer Schlachterei zu kümmern.
    
    "Dann besorge ich morgen erst einmal einen richtig großen Grill in Inverness. Wenn ich mehr mitbringen solle, sage mir Bescheid." Im Ergebnis bekam ich damit für den kommenden Einkaufstag eine lange Liste, nicht nur von Mary, sondern auch von unseren Bauhandwerkern und aus den Produktionsbetrieben.
    
    Dieser erste Freitagabend im September bot uns noch eine weitere Gelegenheit: wir begrüßten mit Malcolm Macintosh einen weiteren Army-Veteranen sowie mit unserer neuen Fahrerin Betty Moss zwei weitere Kollegen und ...
«1234...23»