1. Die einsame Highland Farm - November 2024


    Datum: 17.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... haben, kamen die Hälfte unserer Aufträge aus Deutschland." Ich schaute meine Geliebte an. "Ich kann auch norwegische und dänische Bücher lesen."
    
    "Wirklich?"
    
    "Wirklich! Was glaubst Du, warum ich mit Nachnamen 'Hamsun' heiße?
    
    Die männliche Hälfte meiner Familie hat norwegische Wurzeln, wir sind sogar verwandt mit 'Knut Hamsun'."
    
    "Wer ist denn das?" Mary hatte in der Tat ein großes Fragezeichen im Gesicht.
    
    "Der vielleicht bekannteste norwegische Schriftsteller. Hat sogar einen Literatur-Nobelpreis bekommen."
    
    "Und mit dem bist Du verwandt?"
    
    "Ja. Ist ein Ur-Ur-Großonkel von mir."
    
    "Ist ja toll. Ich erfahre vollkommen neue Seiten von Dir. Du bist voller Überraschungen."
    
    "Leider hat sich das literarische Talent auf mich nicht vererbt. Ich bin nur ein begnadeter Leser. Aber auf diesen 'Neuen Stechlin' freue ich mich. Soll sehr unterhaltsam sein."
    
    "Dann mal viel Spaß beim Lesen", war Mary Abschlusskommentar.
    
    Ich ließ das Buch auf unserem Wohnzimmertisch liegen, wo es immer noch lag, als Greta und Evelyn, die Schafsfell-Designer zu ihrem angekündigten Besuch auf der Farm eintrafen. Mary und ich zeigten den beiden Frauen unsere Estate, stellten ihnen unsere Community vor, präsentierten die freie Doppelhaushälfte neben Malcolm und Betty sowie die bereits gegossene Fundamentplatte für das zweite aus Vollholz zu bauende Doppelhaus, das Ilja und Marja nach Hogmanay je nach Wetter errichten und ausbauen wollten. Anschließend setzten wir uns in unserem ...
    ... Wohnzimmer zusammen und diskutierten einen möglichen privaten wie geschäftlichen Umzug des Paares nach Durran.
    
    "Ich bin ganz ehrlich", gestand Evelyn. "Als ich die freie Haushälfte und die gegossene Bodenplatte gesehen habe, entstand vor meinem geistigen Auge unser Werkstattatelier. Das würde meiner Meinung nach perfekt passen, selbst wenn wir mit Johns Internetmarketing und anderer Online-Möglichkeiten zum Beispiel die Schafsfellschuh-Produktion ausbauen und noch ein oder zwei Näherinnenzusätzlich beschäftigen müssten."
    
    "Sehe ich auch so", ergänzte Greta. "Aber wie wir Marys und unsere Zusatzidee einer eigenen Schafsfellproduktion hier realisieren sollen, weiß ich nicht."
    
    "Wieso?" Ich war hellhörig geworden, denn dies war einer der Hauptmotivationspunkte meiner Lebenspartnerin. Sie wollte die in unserem kleinen Schlachthof anfallenden eigenen Schafsfelle direkt selbst verarbeiten.
    
    Greta begann, anhand des Vorbildes von Skyeskins, der letzten traditionell produzierenden Tannery in Schottland, den Prozess vom frisch gehäuteten Schafsfell bis zum kuscheligen, verkaufsfähigen Produkt zu erläutern.
    
    "Wenn ich Dich recht verstanden habe, bräuchtet ihr für eine solche Tannery Strom für die Maschinen und die Trocknung der gewaschenen Felle, aber auch eine Menge Frischwasser und eine ökologisch optimale Entsorgung des Waschwassers. Richtig?"
    
    "Ja. Wir habenschon mehrere Jahre in Halkirk überlegt, etwas derartiges dort aufzubauen. Aber uns hat immer das Geld gefehlt, das ...
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