1. Die einsame Highland Farm - November 2024


    Datum: 17.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... zusammenfassendes Briefing. Dann beugten sich sechs Köpfe mehr oder weniger stumm über die vor uns liegende Karte und dachten nach.
    
    "Was braucht man, um ein derartiges Produktionslabor zu betreiben?" schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf, den ich auch sofort aussprach.
    
    "Die technische Laboreinrichtung passt in jede Cottage-Scheune, die entsprechend hergerichtet ist." DS Macleod klopfte nervös mit seinem Stift auf den Tisch. Er wirkte wirklich sehr angespannt. "Und dann braucht es die Rohstoffe und ein paar Laboranten, die den Prozess inklusive Verpackung steuern. Vermutlich weitgehend manuell, weil die Pillen in Plastikflaschen abgefüllt werden. Wie Vitaminpillen und ähnliche Produkte."
    
    "Was braucht es neben den Rohstoffen und der Technik noch? Wasser? Strom? Sonst noch was?" Ich schaute dem DS frontal ins Gesicht.
    
    "Auf alle Fälle Strom, vermutlich sogar relativ viel. Wasser weiß ich nicht."
    
    "Gut!" Ich lehnte mich entspannend zurück. "Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Hier auf Durran Estate machen wir seit den 1930er Jahren unseren Strom mit dem kleinen, einmal erweiterten Laufwasserkraftwerk selbst. Ansonsten hätten wir in dieser einsamen Lage null Stromversorgung." Ich deutete mit dem Zeigefinger auf die Karte. "Wir müssen für all die von Dir beschriebenen Standorte ermitteln, ob und wie dort die Stromversorgung aufgebaut ist und ob es dort in den letzten Jahren wesentliche Investitionen in die Eigenstromerzeugung oder externen Stromversorgung ...
    ... gegeben hat."
    
    "Und wie bekommen wir diese Information möglichst schnell?" Andrew schaute mich nachdenklich fragend an.
    
    Ich griff zu meinem Mobiltelefon. "Indem ich jetzt denjenigen anrufe, der am besten über die Stromversorgung der Sutherland-Estates Bescheid weiß. Mein Freund Donaidh betreut für SSE und Scottish Hydro sowohl Sutherland als auch Caithness. Der kennt hier jeden Strommast und jeden Trafo. Und vermutlich auch jeden größeren Stromverbraucher."
    
    Unglücklicherweise war Donaidh aber nicht erreichbar, so dass ich eine Nachricht auf seiner Mailbox hinterließ. Er rief erst später am Abend zurück. "Wie Du weißt, gibt es In eurer Region nicht eine neue Windkraftanlage" erklärte er zunächst. "Und wir haben in den letzten Jahren nur Instandsetzungsarbeiten an der Verteilungsinfrastruktur vorgenommen. Erst um Lairg herum ist viel Neues entstanden, aber das wäre meiner Meinung nach zu weit entfernt." Es war kurz stumm in der Telefonleitung, dann setzte Donaidh aber mit neuen Informationen nach. "Ich kenne aber mehrere Estate-Standorte in Eurer Region, die in den letzten Jahren kleine, aber feine Hydropower-Erzeugungsanlagen aufgebaut haben. Ähnlich zu Deinem Erweiterungsprojekt; nicht groß, zwischen 35 und 60 kW. Aber aufgrund der jeweiligen Wasserreservoirs nahezu ganzjährig verfügbar."
    
    Ich kannte die Eckdaten aus unserem eigenen Erweiterungsprojekt. Eine 40 kW-Anlage würde für den von DS Macleod beschriebenen Zweck vermutlich voll ausreichen. Donaidh nannte mir die ...
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